Nachrichten

Vertraute und auch neue Gesichter,
alte Werte, frische Ideen,
noch unbekannte Pfade aber erfahrene Wegweiser

 © Walter Diernberger


Das brachte die diesjährige Generalversammlung des Österreichischen Falknerbundes am 14. Oktober 2016 im Festsaal in Falkenstein.

Lange hatte es unser lieber Präsident Dr. Harald Barsch schon angekündigt, aber niemand wollte es so recht glauben. Er würde sein Amt als Präsident, nach jahrelanger Tätigkeit und vielen Hürden, die es zu überwinden galt, nunmehr in jüngere Hände übergeben. Er hat viel für den ÖFB geleistet und man kann sogar behaupten, er lebte in wilder Ehe mit seinem Bund. Eingehend hat er nach einem würdigen Vertreter für diese Aufgabe gesucht und ihn in Herrn Gert Reinhard Jonke, MBA, LL.M gefunden. Er wurde von der Generalversammlung einstimmig zum neuen Präsidenten des Österreichischen Falknerbundes gewählt und er hat uns bereits mit seinen neuen Ideen gefordert. Gut so! Denn wie heißt es so schön? Was denkbar ist, ist machbar! Der gesamte Vorstand wird bemüht sein, für jedes einzelne Mitglied des Falknerbundes diese Ideen auch umzusetzen.


Apropos Vorstand – auch hier gab es ein paar Umstrukturierungen

Eines unserer Ziele ist es, den Falknerbund noch näher an die Jägerschaft heranzurücken. In Zeiten wie diesen ist ein Schulterschluss der gesamten Jagd in Österreich erstrebenswert. Um unbekannte Pfade in Zukunft trittsicher zu beschreiten, hielten wir es für sinnvoll die Anzahl der Vertreter zu erhöhen. Unserem Vizepräsidenten Peter Metzner wurde daher Carina Frank als weitere Vizepräsidentin zur Seite gestellt, sie wird auch weiterhin die Schriftführung übernehmen. Melanie Kruschik wird die Finanzen des ÖFB akribisch im Auge behalten und die Kassa verwalten. Josef Hiebeler bleibt, wie auch schon die Jahre zuvor, unser Öffentlichkeitsreferent. Marcel Nicht wird weiterhin das verantwortungsvolle Amt des ersten Falkenmeisters bekleiden und Michael Borojevic, dessen bemerkenswertes Wissen über Greifvogelkunde und Greifvogelhaltung einen immensen Wert für den ÖFB darstellt, ist Referent für eben dieses Gebiet. Nachdem seine Debüt-Ausgabe der Vereinsbroschüre „Der Falkner“ 2016 derart gelungen ist, sind wir auch stolz darauf, einen derart tüchtigen Schriftleiter für die Vereinsbroschüre in unseren Reihen zu finden. Doch all der junge Eifer ist nicht viel ohne das Wissen der Altvorderen und wir konnten unseren Dr. Harald Barsch nicht unbehelligt in den „Ruhestand“ entlassen. Es wurde ein neues Amt im Vorstand eingerichtet. Er wird in Zukunft die Aufgaben des Archivars übernehmen und hoffentlich dem jungen Vorstand als erfahrener Wegweiser in schwierigen Angelegenheiten zur Seite stehen.

Wir freuen uns auf neue Herausforderungen und hoffen, dass wir die Falknerei, die Falkner und Beizjäger Österreichs auch in Zukunft mit gewohntem Engagement vertreten können.


Auch die neuen Statuten werden demnächst auf unserer Homepage abrufbar sein.

 

Beste Grüße und Falknersheil allen
Falknerinnen und Falknern wünscht

der Vorstand des ÖFB

66. Falknertagung und 3. Weinviertler Niederwildsymposium 2016

 

Die Tagung das ÖFB findet 2016 vom 13. - 15. Oktober in Falkenstein im schönen Weinviertel statt

Die Einladung mit allen Informationen gibt es zum Download HIER.

Eine Liste mit möglichen Unterkünften finden Sie zum Download HIER.

Die Einladung zur Niederwildtagung am Freitag dem 14. Oktober finden Sie zum Download HIER.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat unter sekretariat@falknerbund.com

 

Falknersheil

 

zur ANMELDUNG

von Mag. Christian Habich
Andrew Bullen & Shoshana Datlow mit dem Wanderfalkenterzel

Wie NAFA (North American Falconers Association) President Dan Checchini gestern in einer Presseaussendung bekanntgab, wurde am 23. September erstmals nach 35 Jahren wieder ein junger migrierender Wanderfalke auf traditionelle Art an den Stränden Nordamerikas gefangen. Nach so vielen Jahren hat die US Regierung die nachhaltige Nutzung des Tundra Falken wieder für die Falknerei freigegeben.

Weiterlesen: Historischer Meilenstein für die Falkner Nordamerikas!

©Terra Mater Oliver Oppitz


Mittwoch, 27.Jänner, 20:15 Uhr
Exklusiv bei ServusTV

Der Film „Wie Brüder im Wind“ wird demnächst die heimischen Kinobesucher mit atemberaubenden Naturaufnahmen und fesselnden Szenen zum Staunen bringen. Die Hauptrollen sind mit Filmgrößen, wie Tobias Moretti, Jean Reno und Jungtalent Manuel Camacho besetzt. Der Spielfilm, der von Terra Mater Filmstudios produziert wurde, beschreibt die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Adler und einem Buben. Zur Einstimmung auf den Kinostart zeigt ServusTV am Mittwoch, den 27. Jänner 2016 das Making-of zur aufwendigen Produktion.

Über fünf Jahre verbrachte Regisseur Otmar Penker mit seiner Kamera-Crew unter schwierigsten Bedingungen in den Alpen – vorwiegend im Nationalpark Hohe Tauern und in den Dolomiten – um genügend naturgetreues Bildmaterial von Wildtieren in deren natürlichem Lebensraum für den Kinofilm zu erstellen.

Mit der Kamera durch Eis und Schnee
Das Making-of ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, welche spektakulären Abenteuer Regisseur und Crew vollziehen mussten, um die beeindruckend realen Aufnahmen möglich zu machen. Unwegsames Gelände, Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt brachten das Team an seine Grenzen. Um den Wildtieren so nah wie möglich zu kommen, musste sich die Crew über steile Felswände abseilen, lange schwierige Aufstiege in unwegsamem Gelände bestreiten und Tage lang im Schnee ausharren.

©Terra Mater Albert Mächler

Rücksicht auf Natur und Tier
Doch nicht nur das Kamerateam, sondern auch die Schauspieler stellten sich während der Dreharbeiten auf die besonderen Herausforderungen ein. Um die Authentizität der Natur zu bewahren und nicht zu sehr in das Leben der Wildtiere einzugreifen, wurde vor und während der Dreharbeiten mit erfahrenen Wildbiologen und Rangern zusammengearbeitet. Besonders dank Falkner Franz Schüttelkopf gelang die perfekte Umsetzung des Zusammenspiels von Tier und Mensch. In gemeinsamen Trainings wurden Schauspieler und Adler aneinander gewöhnt. Vor allem Manuel Camacho, der die Hauptrolle des jungen Lukas spielt, wurde durch wochenlanges Training auf der Greifvogelwarte Landskron auf seinen Part im Film vorbereitet und konnte dadurch eine besondere Beziehung zum Adler aufbauen.

Freundschaft vor Naturgesetz
Die Geschichte des Kinofilms basiert auf der natürlichen Selektion bei Steinadlern, die Kainismus genannt wird. Ein Muttertier legt üblicherweise zwei Eier, wobei nur ein Küken überleben kann. Später würde das stärkere Jungtier das Schwächere aus dem Nest werfen. Im Film „Wie Brüder im Wind“ findet ein Bub das ausgestoßene Adlerküken auf dem Waldboden und zieht es groß – der Beginn einer besonderen Freundschaft. Bei allen Passagen, in denen Schauspieler zum Einsatz kamen, führte Gerardo Olivares Regie, der bereits für den Kinofilm „Wolfsbrüder“ Bekanntheit erlangte.

Das Making-of gibt einen Einblick in die aufwendige Terra Mater Kinoproduktion „Wie Brüder im Wind“ – eine emotionale Geschichte über menschliche Beziehungen, eine außergewöhnliche Freundschaft, erzählt in atemberaubenden Bildern.

 

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LH Haider mit Jungadler


Am 11.Oktober fiel Landeshauptmann Dr. Jörg Haider einem tragischen Verkehrsunfall zum Opfer.
Dr. Jörg Haider war stets ein tatkräftiger Freund und Förderer der Falknerei.
Viele Kärntner Falkner und Falknerinnen kannten ihn persönlich und schätzten Jörg Haiders aufrichtiges Interesse, das er Greifvögeln und der Falknerei entgegenbrachte.

In den Annalen des ÖFB bleibt sein engagiertes Eintreten für den Erhalt der Falknerei in Österreich unvergessen, machte er doch seinen wirkungsvollen Einfluss beim Entwurf des neuen Bundestierschutzgesetz geltend, das ein Verbot der Falknerei vorsah.

Dafür sagen wir Landeshauptmann Dr. Haider aufrichtigen Dank, wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren!

Dr. Harald Barsch
Präsident des ÖFB

 

ÖFB VP Peter Metzner

Am 18. Jänner 2015 fand auf Burg Hohenwerfen, wie immer zu Jahresbeginn, eine erweiterte Vorstandssitzung statt, galt es doch zahlreiche falknereipolitische Arbeitsvorhaben zu besprechen und zu beschliessen. Die Erreichung unserer Ziele wird nur dann realisierbar sein, wenn ein gut eingespieltes und motiviertes Team diese umsetzt.

So wird heuer der Öffentlichkeitsarbeit, gemeinsam mit anderen Falknervereinen, absolute Priorität eingeräumt. Auf breiter Basis soll auf die Falknerei als  lebendes und praktiziertes UNESCO „Weltkulturerbe“ aufmerksam gemacht werden.

Präsident Dr. Harald Barsch legt die Geschäftsführung vertrauensvoll in die jüngeren Hände von Vizepräsident Peter Metzner, der seit seiner Wahl Hervorragendes geleistet hat. Überdies ist Peter ein ein sehr erfolgreicher und passionierter Adlerflieger.
Das Sekretariat wird ab sofort von zwei jungen Falknerinnen, Melanie Kruschik und Carina Frank betreut, die alle administrativen Tätigkeiten mit Sicherheit zur Zufriedenheit aller bewerkstelligen werden.


Melanie Kruschik
Carina Frank

Kerstin Pichler

Der bisherige Sekretär Michael Borojevic übernimmt die Referate Schriftleiter und Greifvogelschutz. Wer Michael kennt, weiss auch, dass diese Besetzung nicht zu „toppen“ ist. 
Im Bereich Falknershop wird zukünftig Kerstin Pichler für interessante und nicht alltägliche Artikel rund um die Falknerei sorgen.

Es ist heute keine Selbstverständlichkeit, dass sich junge Menschen für eine nicht alltägliche Passion einsetzen und zur Verfügung stellen. Es mir ein ehrliches Bedürfnis allen „Newcomern“ dafür sehr herzlich zu danken und ihnen viel Freude und Erfolg zu wünschen. Ich bin felsenfest überzeugt, dass sie die in sie gesetzte Erwartungen in höchstem Mass erfüllen werden.

Mit einem kräftigen Falknersheil!

Dr. Harald Barsch
Präsident

von José Manuel Rodríguez-Villa
Präsident CIC Kommission Falknerei

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1. Sitzung der Kommission für Falknerei und Greifvogelschutz Marrakesch, 23. April 2008

Die Sitzung (ca. 80 Teilnehmer) begann mit einem Willkommensstatement durch Kommissionspräsident
José Manuel Rodríguez-Villa, einem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, wie bereits zuvor an die CIC EC berichtet und in der Tagesordnung der Generalversammlung 2007 enthalten. Besonderer Dank erging an die Mitglieder des Falknerverbandes von Marokko, die an der Sitzung in ihrer traditionellen Tracht teilnahmen und mit einem herzlichen Applaus bedacht wurden.

Weiterlesen: 55. Generalversammlung des CIC

von FM Hubert Hofer

Die Nachricht, daß unser Ehrenfalkenmeister Gottfried Sigl nur 5 Tage nach seinem 84. Geburtstag in seiner Wohnung in Bodensdorf friedlich für immer eingeschlafen ist, hat uns alle tief erschüttert.

Wir verlieren mit Friedl einen langjährigen guten Freund, der sich durch ein hohes Maß an Fachwissen um die Falknerei auszeichnete. Er war ein kritischer Mensch jedoch niemals kränkend und stets der Falknerei dienlich. Als langjähriger 1. Falkenmeister verstand er es meisterhaft, sich mit der örtlichen Jägerschaft zu verständigen und bei Meinungsverschiedenheiten ausgleichend zu wirken. Friedl war überdies die Seele aller ÖFB Falknertagungen.
Als einer der ersten erfolgreichen Adlerflieger in Österreich hat er diesen mächtigen Greifvogel der Falknerei in Österreich näher gebracht. Sein Lieblingsvogel jedoch war der Sperber und er konnte mit glänzenden Augen von dessen Jagdflügen erzählen. 

Auf vielen gemeinsamen Falknerreisen nach Holland, Deutschland, Ungarn und in die USA durften wir mit ihm zusammen wunderbare Beizerlebnisse und Abenteuer erleben. Natürlich sind dabei meistens seine bestens abgetragenen und sehr erfolgreichen Habichte zum Einsatz gekommen. Friedl's Wahlspruch wird uns immer in Erinnerung bleiben:

"An schnellen Habicht, an genialen Hund und a scharfes Messa muasst haben!"

Und das hatte er.

Ein erfülltes Falknerleben ist zu Ende gegangen.

Falknersheil Friedl!

 

 

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Krähenfalke 'Halle Barry'


Der bekannte Falkner und ÖFB Falknermeister Florian Zlimnig hat ein kleines Tagebuch seiner 'Krähensaison' geführt, welches interessante Einblicke gewährt und sicherlich den einen oder anderen Tip für angehende Krähenfalkner enthält.

Den ersten und zweiten Teil dieses Tagebuches finden Sie in der Rubrik 'Beizjagd/Praktische Falknerei'.

Tolle Fotos (für die wir uns hiermit nochmals recht herzlich bei Oberförster Helmut Fladenhuber bedanken) der  Krähenbeizen aus dem Tagebuch. , gibt's in der Fotogallerie.

Junger Kaiseradler aus der Nachtzucht
des Greifvogelzentrums Waldreichs

Ein Schütze ("Jäger" wäre wohl die falsche Bezeichnung...) aus dem Bezirk Mattersburg hat am 1. Februar 2014 einen jungen Kaiseradler erlegt!

Welche Erklärungen der Schütze auch immer vorbringen wird, alleinig die Tatsache, daß der Abschuß mit einer Flinte auf Schrotschußdistanz (d.h. 30 Meter oder weniger) erfolgte, spricht Bände hinsichtlich der fehlenden weidmännischen Sachkenntnis und der völligen Ignoranz des Schützen gegenüber Jagdethik, Artenschutz und gesetzlichen Vorschriften. Die Tatsache, daß Kaiseradler in Österreich zu den ganz wenigen wirklich gefährdeten Greifvogelarten zählen , ist sicherlich als zusätzlich erschwerend zu werten.

Ein solcher Schütze ist nicht nur eine Schande für die gesamte Jägerschaft, sondern schädigt das öffentliche Ansehen der Jagd auf nachhaltige Weise. Der Österreichische Falknerbund verurteilt die Tat des Schützen auf das Schärfste und empfiehlt, daß sowohl vom Landesjagdverband als auch von den zuständigen Behörden drakonische Strafen ausgesprochen werden.

 

 

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(c) NRK NETT-TV


Was viele Falkner und Jäger wissen, aber bisher nur ganz wenige tatsächlich gesehen haben, wurde kürzlich zufällig gefilmt: Ein Steinadler (Wildvogel) schlägt vor laufender Kamera eines Naturfilmers gleich zwei (!) balzende Auerhähne gleichzeitig.

Die Filmsequenz ist auf der Webseite desnorwegischen TV Senders NRK NETT-TV zu sehen. Ein Klick auf das Bild leitet Interessierte direkt auf Seite.

Aus Anlass des 70er`s von Dr. Rudolf Gürtler lud die Österreichische Delegation des CIC langjährige Weggefährten und Freunde des Jubilars zu einem Empfang in die Räume des Jockey Clubs in Wien ein.Hohenstaufer in Silber für Dr. Gürtler
Repräsentanten der Jägerschaft, wie LJM DI Peter Prieler, LJM Dr. Josef Pröll, Vertreter der Jagdwissenschaft wie Prof. Dr. Hackländer und Prof. Dr. Reimoser und zahlreiche Delegationsmitglieder waren gekommen, um Rudi Gürtler die Ehre zu geben.

Weiterlesen: Hohenstaufer in Silber an Dr. Rudolf Gürtler

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Ein abgeschossener Steinadler verursacht in Weyer (Steyr-Land, OÖ) Aufregung. Ein Spaziergänger fand den Greifvogel auf einer Schotterbank der Enns, unterhalb der Kesselbrücke an der Grenze zwischen Oberösterreich und Steiermark. Dem Vogel wurden Kopf, Fänge, Teile der rechten Schwinge und Flaumfedern abgetrennt.
Eine Untersuchung durch das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien ergab, dass es sich bei dem toten Steinadler um ein Weibchen gehandelt hat und im Sitzen erschossen wurde. Das Tier wog 5 kg und wies eine Flügelspannweite von 2 Metern auf. Es sei gut möglich, dass es Junge zu versorgen gehabt habe, sagt Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer. Für den Nachwuchs würden dann kaum Überlebenschancen bestehen. Das Motiv bleibt rätselhaft.Der Fundort liegt zwischen Nationalpark und Gesäuse.

Der Nationalpark Kalkalpen hat für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Der Oberösterreichische Landesjagdverband hat diese Summe auf 1000 Euro verdoppelt.  




Vollständige Sequenzierung des Genoms (Entschlüsselung des Erbguts) von Wander- und Sakerfalken erfolgreich durchgeführt!


Im Zuge der allgemeinen Feierlichkeiten beim International Festival of Falconry in Al Ain, Abu Dhabi, ging eine ganz besondere Ankündigung beinahe unter: Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Großbritannien (UK), China und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) kündigte die vollständige Sequenzierung des Wanderfalken und Saker Falken Genoms an! Die Ergebnisse dieser Studie sollen Biologen nachhaltig beim Grundlagenstudium der Biologie und Genetik dieser beiden Falken unterstützen und neue Einblicke in das Verständnis der Entstehung und Populationen dieser Arten gewähren.

Weiterlesen: Vollständige Sequenzierung des Genoms von Wander- und Sakerfalken erfolgreich durchgeführt!

 

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Historisch perfekt bis ins Detail!


Falknereihistorische Veranstaltungstage am Pfingstsonntag und Pfingstmontag auf Schloss Rosenburg/Kamptal


Die Veranstaltung stand diesmal ganz im Zeichen des großen Wittelsbacher Falconiers - Kurfürst Clemens August- Erzbischof von Köln (1723-1761).
Berittene Falkner und Falknerinnen in orginaltreuen Kostümen, die Pferde in orginaltreuer Zäumung, eine orginale Jagdkutsche von 1772, wegen ihrer Überlänge „Jagdwurst“ geheißen, dazu edle Falknereipferde in barocker Beschirrung, historische Jagdmusik und trotz widriger Wetterverhältnissen bestens beflogene Greifvögel konnten die zahlreich erschienen Zuseher begeistern! Inszenierung und Regie lagen wie immer in den bewährten Händen von Josef und Monika Hiebeler. Für ihre großzügige Gastfreundschaft einen  herzlichen Falknersdank!

Weiterlesen: „Der Blaue Kurfürst“ Clemens August - der große Falconier

Ein Tiroler Jäger hat am 13. Juni 2012 im Raum Vent im Ötztal offensichtlich vor Zeugen (!) einen adulten Steinadler erlegt!

Selbst wenn die völlig abstrusen Erklärungen ("Schutz eines fiependen Rehkitzes durch missglückten Hebeschuss neben den sitzenden Adler..."), die der Schütze nach Angaben der Medien beim Verhör zu Protokoll gab, stimmen sollten, widerspricht die Vorgangsweise des Jägers jeglicher Jagdethik bzw. Weidgerechtigkeit und ist in jeder Hinsicht vollkommen illegal!

Die Tatsache, daß ein Kitz fiepte oder daß Adler in Österreich nicht mehr zu den gefährdeten Greifvögeln zählen, tut der Verwerflichkeit dieses unnötigen Eingriffes in eine natürliche Beutegreifersituation durch Abschuss des Großgreifvogels, welcher noch dazu das Wappentier dieses Bundeslandes ist, keinen Abbruch.

Ein solcher Jäger ist nicht nur eine Schande für die gesamte Jägerschaft, sondern schädigt das öffentliche Ansehen der Jagd auf nachhaltige Weise.

Der Österreichische Falknerbund verurteilt die Tat des Schützen auf das Schärfste und empfiehlt, daß sowohl vom Landesjagdverband als auch von den zuständigen Behörden drakonische Strafen ausgesprochen werden.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft weist auf  die am 21. April 2006 in Kraft getretene Arten-Kennzeichnungsver-verordnung, BGBl. II. Nr. 164/2006 samt Anhänge hin.

Die Zuchtringe für 2006 des ÖFB entsprechen übrigens bereits dieser Verordnung.

Als Service für alle Falkner stellen wir nach folgend die neue Verordnung zum Herunterladen bereit:

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Arten-KennzeichnungsVO BGBl I 164-2006


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Anhänge Arten-KennzeichnungsVO BGBL II 164-2006 - ANHÄNGE





Mit großer Trauer gibt der ÖFB das unerwartete Ableben unseres Falknerfreundes Prof. Timothy Kimmel bekannt. Dr. Kimmel war Director und später Präsident der North American Falconer Association (NAFA). Unter seiner Präsidentschaft wurde die NAFA ein Vollmitglied der IAF. Später wurde er ein Mitglied des IAF Advisory Committee und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wissenschaft und Greifvogelschutz. Bei den letzten beiden Falconry Festivals übte Prof. Kimmel eine tragende Rolle bei der Ausstellung für falknerischen Greifvogelschutz aus, welche international großen Anklang fand.
Tim war während seines gesamten erwachsenen Lebens ein versierter und leidenschaftlicher Falkner und flog sowohl Falken also auch Habichte mit großem Erfolg. Ebenso war er ein passionierter Büchsenjäger, der die ganze Welt bereiste.

Weiterlesen: In memoriam Prof. Tim Kimmel

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(C) Angelo D'Arrigo


Der als "italienischer Ikarus" bekannt gewordene Drachenflieger und Ornithologe Angelo D'Arrigo ist am letzten Sonntag bei einem Flugzeugabsturz in Sizilien ums Leben gekommen. Der 45-Jährige hatte mit einem zweisitzigen Ultraleichtflugzeug an einer Flugshow teilgenommen und war mit dem Piloten Giulio De Marchis in der Nähe des südsizilianischen Dorfes Cosimo in einen Olivenhain gestürzt.

D'Arrigo, der auch "Kondor-Mann" genannt wurde, hatte es als Drachenflieger und insbesondere durch seine ornithologischen Forschungsprojekte zu Weltruhm gebracht. In der Tradition des Verhaltensforschers Konrad Lorenz zog er im Sommer 2003 mit einem Schwarm wilder Kraniche vom Polarkreis ans Kaspische Meer. Dabei flog er mit seinem motorisierten Drachenflieger den elternlosen Jungtieren voraus und wies ihnen so als "Leittier" den Weg ins Winterquartier.

Weiterlesen: Angelo D'Arrigo stirbt bei Flugzeug-Absturz

Der Anblick - Interview mit Dr. Harald Barsch
Anläßlich der Diskussionen um Greifvogelflugvorführungen und die z.T. diffamierende Kampagnen der radikalen Tierschutzgruppe "Vier-Pfoten" gegen die Betreiber von Greifvogelschauen hat der Präsident des Österreichischen Falknerbundes der Zeitung 'Der Anblick' ein Interview zum Thema gegeben.

Dr. Barsch geht in dem Interview auf die Fragen und Vorwürfe die in den Anzeigen gegen die Greifvogelwarten vorgebracht wurden ein und erklärt die Position des Österreichischen Falknerbundes zum Thema.

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Der Anblick" stellen wir eine Kopie des Interviews zum Download zur Verfügung.

 

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Bussard startet zum Angriff


Als eine der 10 besten National Geographics Filmaufnahmen des Jahres 2005 wurde das Video eines Rotschwanzbussardes beim Schlagen einer Klapperschlange gewählt.

Das kurze Video zeigt auf interessante Art, wie der offensichtlich auf diese Beute spezialisierte Rotschwanzbussard erfolgreich eine Klapperschlange ablenkt, dazu bringt, in die Schwungfedern zu beißen und damit ihre verwundbarste Stelle - den Kopf - ungeschützt zu 'präsentieren'.

Das Video gibt's übrigens durch Mausklick auf das nebenstehende Bild.


(Quelle & Copyright: National Geographic 2006)


In memoriam Walter Norbert Crammer
Ehrenpräsident des ÖFB


Am 20. November 2010 ist Walter N. Crammer im 90. Lebensjahr von uns gegangen.

Mit dem Tod unseres Ehrenpräsidenten verliert der Österreichische Falknerbund eine der prägendsten Persönlichkeiten in seiner 60 -jährigen Verbandsgeschichte.

Nach seinem Eintritt in den Bund 1962, hatte er bereits 1963 die Funktion des Schriftführers übertragen bekommen, gleichzeitig war er Landesgruppenleiter von Wien und Niederösterreich. 1964/65 übte er die Funktion des Kassiers aus, um 1966 die Geschicke des ÖFB 31 Jahre lang als geschäftsführender Vize-Präsident zu leiten und zu gestalten.

Weiterlesen: ÖFB Ehrenpräsident Walter Norbert Crammer

Image55 Jahre ÖFB- eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, in der sich die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen in einer Rasanz entwickelt haben, welche die Vereinsgründer auch nicht annähernd erahnen konnten. Am 3. August 1950 wurde von der Sicherheitsdirektion Wien der Genehmigungsbescheid zur Gründung des Österreichischen Falknerbundes (ÖFB) erteilt, am 26. Oktober 1950 erfolgte die konstituierende Generalversammlung in Wien.
Aus einer kleinen Gruppe Falknerei-und Greifvogelbegeisteter in schweren Nachkriegsjahren entwickelte sich in kurzer Zeit, dank vieler hervorragender Funktionärspersönlichkeiten ein Falknerbund und Zentralverband von internationalem Rang und Ansehen.

Weiterlesen: 55 Jahre ÖFB


Da die alte Gussform der Gürtelschnalle des Österreichischen Falknerbundes mit dem historischen Konterfei des Hohenstaufers Friedrich II leider seit vielen Jahren verschollen war, hat FM Josef Hiebeler die vergriffene Gürtelschnalle zum 60 jährigen Jubiläum des Österreichischen Falknerbundes nachfertigen lassen.

In aufwendiger Kleinarbeit durch einen Künstler gestaltet, gibt es jetzt wieder eine Gussform der historischen Gürtelschnalle. Von der begrenzten Auflage sind nur noch wenige Exemplare verfügbar.

Weiterlesen: ÖFB Hohenstaufer Gürtelschnalle in limitierter Auflage

 

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Für Vergößerung bitten anklicken...

Der bekannte italienische Tierphotograph Manuel Presti wurde für sein Bild 'Sky Chase' mit dem begehrten internationalen Preis des 'Wildlife Photographer of the Year' ausgezeichnet.
Was bei oberflächlicher Betrachtung vielleicht ganz und gar nicht auf unsere Homepage paßt, erhält bei näherer Betrachtung des ausgezeichneten Bildes sehr wohl die Berechtigung hier kurz erwähnt zu werden.

Presti's erregend schönes Bild zeigt einen Wanderfalken im Angriffsflug auf einen Vogelschwarm hoch über dem Stadtpark von Rom. Für viele Falkner vielleicht ein selbstverständliches Bild, ist es doch für 'normale' Menschen ein überwältigendes Naturschauspiel dessen Abbild damit zum Kunststatus erhoben wurde.

Quelle & Copyright: BBC News 2005

Wildfotograf, Umweltschützer  und Oberfalkenmeister: Sein Lebenswerk: die internationale Greifvögel-Station Hellenthal (NRW)
Horst Niesters bei der Verleihung der ÖFB Ehrenmitgliedschaft auf der Rosenburg 2007
Berlin/Bonn/Hellenthal – Der internationale Wildfotograf und Umweltschützer Horst Niesters ist tot. Er starb am Freitag, dem 16. Oktober 2009 im Alter von 72 Jahren, wie die Europäische Kultur Stiftung (Bonn – Berlin) bekanntgab. Niesters musste sich vor mehreren Monaten einer Operation am Herzen unterziehen, von der er sich nicht mehr erholte. Die letzte Zeit verbrachte Niesters in einer Reha-Klinik. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau Ute und die gemeinsamen Kinder Petra und Jörg.

Weiterlesen: ÖFB Ehrenmitglied Horst Niesters im Alter von 72 verstorben.

Ein kulturhistorischer Ausflug in die VergangenheitImage

Wenn ein kulturelles falknerisches Ereignis das Falknerjahr prägt, dann ist es das alljährliche Schauspiel in höchster Vollendung auf der Rosenburg.
4000 Zuseher zog die Falknerei zu Pferde, die Nobelkarossen und Kutschen aus der Renaissance, dem Barock bis hin zum Erlöschen der höfischen Falknerei im 19. Jahrhundert in ihren Bann. Die stilechte Kostümierung der Akteure, die Auswahl der verwendeten Pferde und deren wunderschöne Präsentation, die in höchster Vollendung geflogenen Greifvögel, das alles wird wohl kaum zu überbieten sein!

Weiterlesen: Das Pferd in der Falknerei

UNESCO Kulturerbe!

Paris, 5.12.2012 12:02h

UNESCO nimmt auch die österreichische Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

 

Schnelles und richtiges Vorgehen bei erkrankten Greifvögeln


Bei jeglichen Anzeichen von Erkrankungen bei Greifvögeln ist sofort und ohne Verzögerung ein Tierarzt aufzusuchen. Es versteht sich von selbst, daß dies die ethische Pflicht jedes Greifvogelhalters ist.  

Die österreichischen Falkner sind in der glücklichen Lage flächendeckend mit Greifvogelfachtierärzten versorgt zu sein. 

Von jeglichen Experimenten und Versuchen, selbst Behandlungen durchzuführen, wird deshalb dringend abgeraten.

Liste von Tierärzten:

Zoo Schönbrunn mußte alle Pelikane einschläfern

Nachdem die ganze Kolonie der Krauskopfpelikane mit dem Vogelgrippe Virus H5-N8 infiziert war, mußte der Zoo die gesamte Kolonie einschläfern.

Wir sind tief betroffen und können nachempfinden, was dies auch für das Personal des Zoos bedeuten muß.

Wie bereits auch in unserem Newsletter, möchten wir nachdrücklich alle Falkner um entsprechende Unterbringung ihrer Vögel ersuchen.

International Journal of Falconry 2014

Die Ausgabe 2014 der bekannten IAF Zeitschrift wird demnächst erscheinen.

Zur Vorabbestellung und Abonnements kommen Sie direkt durch Klick auf das Bild.

 

Jäger vereint gegen Wildkriminalität

Die Jäger der Welt treffen sich am 24. April 2014 in Mailand, Italien, im Rahmen der 61. Generalversammlung des CIC zu einem historischen Welt-Gipfeltreffen mit dem Titel: “Jäger vereint gegen Wildkriminalität

 

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