von Mag. Christian Habich
Andrew Bullen & Shoshana Datlow mit dem Wanderfalkenterzel

Wie NAFA (North American Falconers Association) President Dan Checchini gestern in einer Presseaussendung bekanntgab, wurde am 23. September erstmals nach 35 Jahren wieder ein junger migrierender Wanderfalke auf traditionelle Art an den Stränden Nordamerikas gefangen. Nach so vielen Jahren hat die US Regierung die nachhaltige Nutzung des Tundra Falken wieder für die Falknerei freigegeben.

Natürlich ist die Anzahl der Fanggenehmigungen beschränkt (z.B. 4 Stück für Virginia), sodaß die nachhaltige Nutzung durch die folgenden Falknergenerationen nicht gefährdet ist. Der Terzel ist übrigens wohlauf und wird bereits abgetragen. Fast alle der glücklichen Falkner, die eine Fanggenehmigung erhalten haben, wollen ihren Falken nach einigen Jahren falknerischen Einsatzes wieder in die freie Wildbahn entlassen.

An dieser Stelle sollte natürlich auch erwähnt werden, daß es ausschließlich Falkner waren, denen die Erholung des weltweiten Wanderfalkenbestandes zu verdanken ist. Die schon fast unglaubliche Erfolgsgeschichte des Peregrine Fund, der von Falknern gegründet wurde, ist weltbekannt. Der Peregrine Fund ist übrigens eine fast zu 100% privat finanzierte Stiftung und erledigte seine Arbeit zur Rettung des Wanderfalkens, der aufgrund von DDT vom Aussterben bedroht war, ohne große Sensationsmeldungen oder Schockjournalismus, wie wir ihn von den (sogenannten) Tierschützern kennen. Es waren Falkner, die die ersten Zuchterfolge vorweisen konnten und denen sogut wie alle Fortschritte in Sachen Greifvogelzucht zu verdanken ist. Daß die erstmalige Zucht von Falkenhybriden in weiterer Folge den Falknereigegnern zu 'verdanken' ist, da diese noch viele Jahre nach den Zuchterfolgen an den erfolgreichen Nachzuchten von Wanderfalken öffentlich zweifelten und einen Beweis forderten, sei an dieser Stelle ebenfalls nochmals in Erinnerung gerufen.

So paradox es auch klingen mag, aber der Kontinent mit der jüngsten Falknereigeschichte (50-60 Jahre), zeigt Nationen in Europa, die ein über tausendjähriges Falknerei-Kulturerbe vorzuweisen haben, wie man die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Erhaltung des Kulturerbes Falknerei und der Greifvögel definieren kann.

Es bleibt zu hoffen, daß auch in Europa die Regierungen dem nordamerikanischen Vorbild folgen und sich zu Regelungen einer vernünftigen, nachhaltigen Nutzung der Natur durchringen können. Anlaßgesetzgebungen und Regelungen aufgrund polemischen Drucks von radikalen, naturentfremdeten (selbsternannten) Tierschützern, die ihre Haustieren "artgerecht" in der Großstadt halten, können nicht die Zukunft sein.

Der ÖFB möchte hiermit der NAFA zum historischen Erfolg in Sachen Greifvogelschutz und Erhaltung der Falknerei aufrichtig gratulieren!

UNESCO Kulturerbe!

Paris, 5.12.2012 12:02h

UNESCO nimmt auch die österreichische Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

 

Schnelles und richtiges Vorgehen bei erkrankten Greifvögeln


Bei jeglichen Anzeichen von Erkrankungen bei Greifvögeln ist sofort und ohne Verzögerung ein Tierarzt aufzusuchen. Es versteht sich von selbst, daß dies die ethische Pflicht jedes Greifvogelhalters ist.  

Die österreichischen Falkner sind in der glücklichen Lage flächendeckend mit Greifvogelfachtierärzten versorgt zu sein. 

Von jeglichen Experimenten und Versuchen, selbst Behandlungen durchzuführen, wird deshalb dringend abgeraten.

Liste von Tierärzten:

Zoo Schönbrunn mußte alle Pelikane einschläfern

Nachdem die ganze Kolonie der Krauskopfpelikane mit dem Vogelgrippe Virus H5-N8 infiziert war, mußte der Zoo die gesamte Kolonie einschläfern.

Wir sind tief betroffen und können nachempfinden, was dies auch für das Personal des Zoos bedeuten muß.

Wie bereits auch in unserem Newsletter, möchten wir nachdrücklich alle Falkner um entsprechende Unterbringung ihrer Vögel ersuchen.

International Journal of Falconry 2014

Die Ausgabe 2014 der bekannten IAF Zeitschrift wird demnächst erscheinen.

Zur Vorabbestellung und Abonnements kommen Sie direkt durch Klick auf das Bild.

 

Jäger vereint gegen Wildkriminalität

Die Jäger der Welt treffen sich am 24. April 2014 in Mailand, Italien, im Rahmen der 61. Generalversammlung des CIC zu einem historischen Welt-Gipfeltreffen mit dem Titel: “Jäger vereint gegen Wildkriminalität

 

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