Touristenattraktion - Falkner beim Adlerfestivalvon Lauren McGough (Übersetzung Mag. C. Habich)

Nach vier Flügen und einer 1600km Busreise befand ich mich in Bayan-Olgii. Die westlichste Provinz der Mongolei, eingebettet im Altai Gebirge, ist ein sprichwörtlicher Hafen der Adlerfalknerei.

Finanziert von der United States Fulbright Commission, soll ich die traditionelle kasachische Adlerfalknerei studieren und dokumentieren. Meine Aufgabe besteht darin, einige der ca. 350 aktiven Adlerfalkner der Region zu finden und als 'Falknerlehrling' mit ihnen das Nomadenleben zu führen und die Adler so zu fliegen wie sie es seit vielen Jahrhunderten tun. Die amerikanische Falknerei steckt in Sachen Adlerfalknerei noch in den Kinderschuhen und die Anzahl der Adlerfalkner mit konstantem Beizerfolgen kann man an einer Hand abzählen. Wir müssen also zurück zu den Urspüngen der Adlerfalknerei und von denen lernen, die Adler am besten kennen.


Meine Ankunft im September war zeitgleich mit dem Beginn des Adler Festivals. Obwohl eher eine Touristenattraktion, bei der die Adler hauptsächlich auf die Faust beiritten und auf die Fuchsschleppe geflogen wurden, gab es am Abend nachdem die Adler versorgt waren lange, reichhaltige Diskussionen über die Adlerfalknerei unter den alten Falknern. Dabei hörte ich von einem südlichen Distrikt nahe der chinesischen Grenze, in dem es jeden Herbst einen besondere Konzentration von wilden Steinadlern geben soll. Hier in Daluun ist die Tradition Wildfang-Adler zu fliegen sehr verbreitet und fast jeder ernsthafte Falkner hat eine Adlerfalle und verbringt den ganzen Oktober damit den Himmel zu beobachten. In anderen Gebieten hat sich jedoch die Verwendung von Nestlingen, also menschengeprägten Adlern durchgesetzt.
Besbarmak, das tradionelle kasachische Gericht, welches zu Ehren des Gastes gereicht wird. Der Gast muß den ersten Bissen vom Schafskopf essen.
Nachdem ich einen Jeep gemietet hatte und einen Übersetzer 'angestellt' hatte, machte ich mich auf den Weg in den Süden. Die Kultur der Nomaden ist eine der gastfreundlichsten in der Welt. Obwohl ich nicht wirklich wußte wohin genau ich fahren sollte, konnten wir einfach bei irgendeiner einsamen Jurte stehenbleiben und für eine kurzes Gespräch eintreten. Auf diese Weise lernte ich Kukan kennen. Kukan ist ein Mann mit 59 Jahren, der die Adlerfalknerei von seinem Vater gelernt hat und seit seiner Jugend mit Adlern beizt. Kukan kennt die Kraft der Tradition. "Wir wissen, dass unsere Familie seit Generationen Adlerfalknerei betreibt." Sein Erfolg war sofort an der mit vielen Fuchsbälgen geschmückten Jurte zu sehen, und ein frisch gefangener Fuchs lag in der Ecke und wartete auf seine Verarbeitung.

Bei Tee, Wodka und einem frisch geschlachteten Schaf, erklärte ich ihm mein Vorhaben und meinen Wunsch einen Adler unter seiner Obhut zu fangen und abzutragen. Seine Familie und er stimmten zu und ich wurde als Teil der Familie aufgenommen. Ganz aufgeregt und ungeduldig fragte ich Kukan, wie lange es denn dauert, bis eine typischer Wildfangadler abgetragen und beizbereit ist. Er lächelte "es kommt darauf an. Man weiss nicht, welchen Adler Gott Dir senden wird." Genau das wollte ich herausfinden. In diesem Tal mit seinen goldbraunen Wiesen, wilden Pferden um geben von schneebedeckten Bergen und seinem grossen Bestand an Füchsen - genau hier, dachte ich mir, will die Kunst der Adlerfalknerei erlernen.

Kukan wartet geduldig auf einen Flug. Unter ihm das Daluun Tal.Versorgung des Fuchsbalges. Die Nomaden verbringen auch den Herbst in den Jurten, ziehen aber im Winter in kleine Hütten aus Lehmziegeln in den Bergen, wo es genug Füchse gibt.

UNESCO Kulturerbe!

Paris, 5.12.2012 12:02h

UNESCO nimmt auch die österreichische Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

 

Zoo Schönbrunn mußte alle Pelikane einschläfern

Nachdem die ganze Kolonie der Krauskopfpelikane mit dem Vogelgrippe Virus H5-N8 infiziert war, mußte der Zoo die gesamte Kolonie einschläfern.

Wir sind tief betroffen und können nachempfinden, was dies auch für das Personal des Zoos bedeuten muß.

Wie bereits auch in unserem Newsletter, möchten wir nachdrücklich alle Falkner um entsprechende Unterbringung ihrer Vögel ersuchen.

International Journal of Falconry 2014

Die Ausgabe 2014 der bekannten IAF Zeitschrift wird demnächst erscheinen.

Zur Vorabbestellung und Abonnements kommen Sie direkt durch Klick auf das Bild.

 

Jäger vereint gegen Wildkriminalität

Die Jäger der Welt treffen sich am 24. April 2014 in Mailand, Italien, im Rahmen der 61. Generalversammlung des CIC zu einem historischen Welt-Gipfeltreffen mit dem Titel: “Jäger vereint gegen Wildkriminalität

 

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