Aufstellen und Einrichten der Falle - eine Kunst für sich
von Lauren McGough (Übersetzung Mag. C. Habich)

Nachdem wir drei Pferde und ein chinesisches Motorrad mit Fallen und Ausrüstung beladen hatten, ging es ab in die Wildnis. Kukan nahm die Hilfe von zwei alten Adlerfalknern aus der Nachbarschaft in Anspruch, von denen einer, Serkhbohl, für seine Fangkünste bekannt ist.
Der Oktober ist der wichtigste Monat in der Mongolei für den Fang eines Jagdadlers - es ist bereits kalt genug, damit die 'Marmots', eine der wichtigesten Nahrungsquellen der Steinadler, in ihren Erdbauen verschwunden sind, aber trotzdem nicht so kalt, dass die Lockatzung gefriert oder gar mit Schnee bedeckt wird.


Es gibt zwei Versionen der "Neid-Fallen", die nach dem Rabenvogel benannt sind, der neben der Lockatzung (meist ein toter Hase) festgebunden wird, um den wilden Adler noch mehr anzulocken. Traditionell wird ein ähnliches Netz wie das bekannte Dho-Gaza Netz verwendet. Es wird kreisförmig um den Rabenvogel und die Lockatzung gespannt und umschliesst den Adler sobald er sich auf die Atzung stürzt. In letzter Zeit werden aber auch Fussfallen verwendet, da diese leichter zu beschaffen und zu warten sind. Diese sind allerdings sehr stark gepolstert, um den wertvollen Adler keinesfalls zu verletzen und werden an grossen Steinen festgebunden.
Der Adler fliegt in die tradtionelle kasachische Falle
Unsere Fallen waren ca. 50 Kilometer voneinander entfernt im Gebirgsterrain. Nach einigen erfolglosen Tagen, bauten wir unsere Fallen ab und zogen zum nächsten Platz. Lange Tage im Sattel und noch längere Wartezeiten mit dem Fernglas, zitternd vor Kälte, im Versteck, wechselten sich ab. All die Mühe war jedoch sofort vergessen, wenn ein Steinadler in Sichtweite war. Die Spannung war für mich fast unerträglich, wenn z.B. ein Adlerweib prüfend die Falle inspizierte, um dann ganz einfach in den Himmel zu kreisen und zu verschwinden. Als wir am zwölften Tag noch immer keinen passenden Adler gefangen hatten, war unsere verfügbare Zeit schon fast abgelaufen. Die Falkner mussten zurück zu ihren Familien, um sich um die Herden und den Umzug in die Winterquartiere kümmern.

Es war wieder einmal der Beweis, dass man die Hoffnung nicht aufgeben darf, als wir am letzten Abend ein zweijähriges Weib, man nennt solche Vögel auf kasachisch "Turnik", fingen. Das Adlerweib wurde mir von meinen Lehrmeistern sogleich in die Arme gedrückt und ich verliebte mich sofort in den Vogel. Die Kasachen schienen ähnlich zu denken und ihre Kommentare wurden mir übersetzt: "Sie hat ein wunderbares Gefieder." und "Ihre Ständer sind die eines Ringers." Da alle Hauben, die wir mitgebracht hatten zu klein waren, fertigte Serkhbohl eine provisorische Haube aus übriggebliebenem Schuhleder.

Am nächste Morgen bevor wir für die tagelange Rückreise aufssattelten, wählte ich eine geeignete Astgabel von einem Baum am Flussufer aus. Kukah zeigt mir dann, wie man ein "Baldak" - die traditionelle Armstütze zum Tragen des Adlers zu Pferde - schnitzt, der dann sogleich an meinem Sattel festgemacht wurde. Nachdem die Frau unseres Gastgebers eine Uhufeder am Rücken des Adlers als Glücksbringer festgemacht hatte, ritten wir nach Hause um das Abtragen zu beginnen.

Anlegen des traditionellen kasachischen Geschühs und einbinden der “Suzu” an eine Schwung- und eine StossfederDer Heimritt mit meinem neuen Adlerweib. Anfangs war ich im Sattel noch etwas unbeholfen ....

UNESCO Kulturerbe!

Paris, 5.12.2012 12:02h

UNESCO nimmt auch die österreichische Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

 

Zoo Schönbrunn mußte alle Pelikane einschläfern

Nachdem die ganze Kolonie der Krauskopfpelikane mit dem Vogelgrippe Virus H5-N8 infiziert war, mußte der Zoo die gesamte Kolonie einschläfern.

Wir sind tief betroffen und können nachempfinden, was dies auch für das Personal des Zoos bedeuten muß.

Wie bereits auch in unserem Newsletter, möchten wir nachdrücklich alle Falkner um entsprechende Unterbringung ihrer Vögel ersuchen.

International Journal of Falconry 2014

Die Ausgabe 2014 der bekannten IAF Zeitschrift wird demnächst erscheinen.

Zur Vorabbestellung und Abonnements kommen Sie direkt durch Klick auf das Bild.

 

Jäger vereint gegen Wildkriminalität

Die Jäger der Welt treffen sich am 24. April 2014 in Mailand, Italien, im Rahmen der 61. Generalversammlung des CIC zu einem historischen Welt-Gipfeltreffen mit dem Titel: “Jäger vereint gegen Wildkriminalität

 

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