Die Landesgruppe Kärnten hat vor kurzem ihren "Interims-Chef" Friedrich 'Fritze' Sleik auch offiziell zum neuen Landesgruppenleiter gewählt. Der Vorstand gratuliert hiermit ganz herzlich und hat die neue Führung der Kärntner Landesgruppe gebeten, sich mit seinem falknerischen Lebenslauf kurz vorzustellen:

Mein Falknerischer Werdegang

Ich lebe in Köttmannsdorf, einer Randgemeinde von Klagenfurt am Wörthersee, bin 64 Jahre alt und in Pension.
Bereits 1973 habe ich mit der Falknerei begonnen. Die Abtragungsmethode für meinen Habicht konnte ich von meinen Falknerfreunden am damaligen ÖFB-Bundesfalkenhof in Bodensdorf am Ossiachersee  erlernen,  man hat mich dabei hervorragend unterstützt. Mehrere Jahre durften wir als Kärntner Gruppe verstärkt durch Tiroler, deutsche, steirische, holländische und amerikanische Falknerkollegen in Niederösterreich unsere jährliche gemeinsame Beize abhalten. Aus dieser verschworenen Gemeinschaft entstanden Freundschaften, die es heute noch gibt. Bei diesen Gelegenheiten konnte ich meinen Habicht in Verbindung mit einer Kleinen Münsterländerhündin perfekt auf Fasane und Rebhühner einsetzen. Viele interessante Flüge von damals sind mir heute noch in bester Erinnerung.


Zudem hatten wir mit Kollegen aus dieser Gruppe auch die Gelegenheit, in Holland mehrere Jahre lang auf Kaninchen zu beizen. Diese Möglichkeit in der Heide, für uns Neuland, hatte seine besonderen Reize und die Kaninchenstrecken konnten sich ebenfalls sehen lassen. Zur Wertschätzung am Habicht bei den holländischen Falknern haben wir beigetragen.
1979 erhielt ich von einem Freund einen Wanderfalken, den ich auf Federwild einflog.
1980 habe ich einen Sperber sehr erfolgreich vorwiegend auf Elster, Eichelhäher und Taube geflogen. Das war eine große Umstellung, die sehr viel Freude gemacht hat, aber leider nur zwei Jahre andauerte. Mein Falke diente mir viele Jahre als Beiz- und Zuchtvogel. Die Zucht war nur durch künstliche Insemination erfolgreich, daher habe ich parallel dazu begonnen Wanderfalkenzuchtpaare aufzustellen und züchte seither Wanderfalken.
Leider hatte meine berufliche Laufbahn ab 1985 die praktische Falknerei nicht möglich gemacht und ich musste mich über einen längeren Zeitraum nur mit der Zucht begnügen.
In diese Zeit fällt auch die Novellierung des Kärntner Jagdgesetzes. Das  gemeinsame Bemühen der Kärntner Falkner führte zur erfolgreichen Integration der Falknerei in das Kärntner Jagdgesetz.
Erst seit kurzer Zeit kann ich mich wieder mit vollem Einsatz der praktischen Falknerei widmen und fliege seither einen Anwarterfalken aus meiner eigenen Pealeszucht auf Fasane. Schon seit vier Jahren kann ich das gemeinsam mit alten Freunden, die auch wieder aktiv sind, vorwiegend in der Slowakei, Niederösterreich und im Burgenland genießen. Auch ein Ausbau dieser Aktivitäten in Richtung Norden ist bereits angedacht und wird bei entsprechender Organisation schon bald Wirklichkeit werden.
Im Februar dieses Jahres habe ich im Interesse der Sache die Funktion des Landesgruppenleiters für Kärnten übernommen. Dies tat ich sehr gerne, da mir in unserer Gruppe Zusammenarbeit, Weiterentwicklung, Ausbau verschiedener Techniken beim Abtragen und insgesamt die Verbesserung der Falknereimethoden, die Übernahme neuer Erkenntnisse aus Forschung usw. und selbstverständlich die Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Kärntner Gruppe von großer Bedeutung sind.
Wichtig in diesem Zusammenhang zu erwähnen, sind die regelmäßig abgehaltenen Treffen. Gemeinsam mit den Falknerkollegen Eder und Zlimnig wollen wir hier Schwerpunkte setzen und die Aktivitäten der Kärntner Gruppe in Zukunft in Form von Berichten dokumentieren. Dies setzt eine Mitarbeit auch der Kollegen voraus, um die ich ausdrücklich bitte. Nur so können wir voneinander lernen und uns weiterentwickeln. Das Potenzial dafür ist jedenfalls vorhanden.
Kärntner Falkner üben die Falknerei schon seit Jahren erfolgreich mit den verschiedensten Beizvögeln aus und diese Erfahrungen und Erkenntnisse wollen wir unseren jungen Falknerkollegen weitervermitteln, damit diese Arbeit der nachkommenden Jugend als Basis zur Verfügung stehen kann.
In diesem Sinne auf eine gute Zusammenarbeit.

Falknersheil!

Friedrich Sleik

 

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