von Peter Metzner


Von 7. - 10. November wurde vom "Gniazdo Sokolnikow" das alljährliche Falknertreffen in Polen organisiert. Dieses Jahr wurde zur 40-jährigen Jubiläums-Falknertagung geladen. Die Österreichsiche Delegation wurde durch 7 Falknerinnen und Falkner inkl. deren Sakerfalke, Habichte und Steinadler repräsentiert.

Nach einer Anreise von rund 600km, auf der auch die neu ausgebaute Autobahn in Polen erstmals befahren werden konnte, kamen wir müde aber zumindest noch bei Tageslicht an. So konnten wir unsere Beizvögel noch entsprechend versorgen und gut unterzubringen. Das Treffen fand, wie auch schon in den letzten Jahren, in einem Hotel in Sladkow Maly statt. Umgeben von Wald und Fischteichen ein Ort der Ruhe und Erholung.


Gleich beim ersten Morgenappell am nächsten Morgen konnten wir uns von der regen Teilnahme durch Falknerinnen und Falkner aus verschiedensten Nationen uberzeugen. Sehr viele Falken und auf Flugwild abgetragene Habichte waren da zu sehen, was bei den guten Flugwildbeständen nicht weiter verwunderlich war. Ausser unseren Steinadlern waren noch drei weitere von Polnischen Falknern bei der Tagung im Einsatz.

 



Als Leiter unserer Gruppe fungierte der ebenfalls mit einem Steinadler beizende Marek Wozinak. Die Reviere waren durchwegs sehenswert und zeigten auch einen entsprechend guten Hasenbestand. Aufgrund des ebenso gesunden Bestandes an wilden Adlern, waren die Hasen allerdings bestens auf die Jagd "vorbereitet" und zeigten so ihr ganzes Repertoir und machten es damit den Jägern nicht gerade leicht. So mancher Jagdflug über mehrere hundert Meter, wurde von den mitgehenden akad. Jungförsterinnen und Jungförstern begeistert mit "ahhhhh´s" und "ohhhh´s"  kommentiert.

Dementsprechend war die Strecke unserer Gruppe von immerhin 10 Falknerinnen und Falknern während  3 Tagen nur 7 Hasen und ein Fuchs. Doch jeder gebeizte Hase war angesichts der Umstände ein guter Erfolg. Das Wetter zeigte sich übrigens in Gummistiefellaune, was aber selbiger, zumindest bei uns, keinen Abbruch tat. Das gesellige Zusammensein am Abend wurde durch die Organisation mit Vorträgen, Diashows, Filmen und Ehrungen kurzweilig gestaltet.

Unsere polnischen Freunde haben es auch dieses Jahr wieder geschafft, nicht nur schöne Reviere, sondern auch ein Treffen zu organisieren, das es auch rechtfertigte die lange Anfahrt in Kauf zu nehmen.

 
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