Die Beizjagd

Friedrich II. bei der Beizjagd


Die Beizjagd ist eine der ältesten Jagdarten überhaupt. Sie wird in fast allen Ländern Europas und vielen Ländern der Welt in ihrer ursprünglichen Form ausgeübt.Sie ist eine besonders naturgetreue und damit ökologische Jagd, weil sie unter der Regie des Menschen genauso abläuft wie die Jagd wilder Greifvögel. Beutegreifer und Beutetier haben dieselbe Chancengleichheit wie in der Natur. Das Abtragen (= Abrichten) des Beizvogels ist keine Dressur und kann niemals durch Strafen oder Zwangsmaßnahmen erfolgen. Entscheidend ist das Lernen am Erfolg.Wichtigste Voraussetzung ist es, ein Vertrauensverhältnis zwischen Beizvogel und Falkner zu schaffen.

In der modernen Falknereiist man bestrebt einen optimal ernährten und trainierten Beizvogel einzusetzen, der seinen Artgenossen in der Natur gleichkommt. Ziel der Beizjagd ist das harmonische Zusammenspiel von Beizvogel, Falkner und Hund. Während der Hund das Wild zu suchen und aufzustöbern oder vorzustehen hat, ist es am Falkner, seinen Beizvogel in eine günstige Jagdposition zu bringen. Den weiteren Verlauf der Jagd bestimmen Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer von Beutegreifer und Beute. Der Beizjäger nimmt an einem echten und unverfälschten Naturerlebnis teil und wird in ursprüngliche Naturvorgänge aktiv eingebunden. In diesem Zurückkehren in die Natur liegt tatsächlich die eigentliche Faszination der Beizjagd.

 

Im folgenden Bereich unserer Webseite veröffentlichen wir interessante Artikel, Erlebnisse und Erfahrungen zum Thema Beizjagd.

 

 

 


Viele Adlerfalkner und solche die es gerne werden wollen, träumen von den unglaublichen Weiten der Steppen Asiens. Nur ganz wenige haben den weiten beschwerlichen Weg dorthin auf sich genommen und die Anzahl der westlichen Falkner, die über viele Monate bei den  Nomaden in Kasachstan und in den Ausläufern des Altai-Gebirges in die Lehre gegangen sind, lässt sich auf einer Hand abzählen.

Die uralte Kunst Wildfänge zu perfekten Jagdadlern abzutragen und Adlernestlinge zu Jagdgefährten ohne Agression zu formen, stammt bekanntlich aus den Steppengebieten rund um das Altai Gebirge und wird dort in entlegenen Gebieten, fernab von jeglichem Tourismus noch immer praktiziert. Die Kunst wird, wie zu Urzeiten, innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben und kann noch immer als die Wiege der Adlerfalknerei angesehen werden.

Weiterlesen: Zurück zum Ursprung: Ein Lehrjahr bei einem Adlerfalkner im Altaigebirge

von Robert Bagley (Übersetzung Mag. Christian Habich)

Der größte Vogel der amerikanischen Grouse-Familie wurde erstmals in den 70er Jahren aktiv mit Falken gebeizt. Seit dieser Zeit haben die Erfahrungen der Falkner viel zum Verständnis über die Lebensgewohnheiten und die Verhaltensmuster über dieses außergewöhnliche Beutewild gesammelt und beigetragen. Eine steigende Anzahl von Falknern zieht die Beize auf Sage Grouse jedem anderen falknerischen Beutewild vor und erkennt die Sage Grouse auch als eine der größten Herausforderungen der Beizjagd an. Sage Grouse leben in den weiten offenen und menschenleeren Gebieten des amerikanischen Kontinents. Sie laufen so gut wie niemals aus und halten einen Point, um dann plötzlich und unerwartet mit Höchstgeschwindigkeit aufzusteigen. Wenn sie fliegen, fliegen sie nicht in Richtung nächste Deckung sondern gleich in Richtung Horizont, ohne wieder irgendwo einzufallen. Im September werden sie von unseren Falknern noch als relativ leichte Beute für junge Falken angesehen, was

Weiterlesen: Sage Grouse Beize im amerikanischen Westen

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Die Idee mit der Falknerei begleitete mich schon seit früher Kindheit. Als ich noch in der Schweiz lebte, hatte ich das Glück Fredy kennen zu lernen. Er weihte mich in die Passion der Beizjagd ein und ich begleitete ihn mehrmals auf Krähen- Beizjagd. Durch das Angebot in Tansania ein Geschäft aufbauen zu können kam auch das Thema Beizjagd ins Gespräch. Bisher hatte ich noch nie einen Greifvogel abgerichtet, mein Umfeld erlaubte es mir nicht. Doch in Tansania müsste es doch gehen.
Mit Fredy besprachen wir die verschiedenen Möglichkeiten. Erst mal hingehen, dann erst Pläne schmieden. Im April 1994 flog ich zum ersten Mal nach Arusha. Land war genügend da und bald schon stand die erste Voliere. Aufgrund der vielen Tieren: Mungos, Ginsterkatzen, Schakale, Schlangen, verwilderte Hunde, etc. musste die Voliere engmaschig und 100 % sicher sein. Beute war viel da. Tauben in Massen, Frankoline, Perlhühner, Hasen, kleine Trappen und von Allem reichlich. In der Zwischenzeit besorgte Fredy sich einen Wanderfalken Terzel und flog ihn auf Tauben ein. Die Cites Dokumente waren schnell besorgt. Bis zum kurz vor dem Abflug wusste Fredy jedoch nicht, ob die Fluggesellschaft KLM überhaupt den Vogel mitnimmt. Im letzten Moment klappte es doch noch. Der Pilot rief Fredy ins

Weiterlesen: Auf Beizjagd mit einem afrikanischem Habichtsadler in Tansania


Auf unsere Anfrage hin, hat sich der ÖFB Freund, bekannte Falkner & Naturfotograph und NAFA Canada Director Mark Willams aus Calgary bereit erklärt, das Bildertagebuch über seinen neuen Gerfalken Terzel mit den österreichischen Falknern zu teilen.

In den nächsten Wochen und Monaten haben wir das Privileg, den Prägungsprozess und den Werdegang seines Gerfalken-Terzels zum Anwarterfalken mitzuverfolgen. Mark legt großen Wert auf die Feststellung, daß er  hier keinesfalls als Lehrmeister gesehen oder dergleichen verstanden werden will, sondern vielmehr als einfacher Falkner, der seine Erfahrungen mit diesem Beizvogel gerne mit seinen österreichischen Freunden teilt.

Der ÖFB bedankt sich an dieser Stelle bereits jetzt schon für diesen wunderbaren Beitrag zu unserer Homepage.

Das Tagebuch finden Sie unter 'Mark's Ger-Tagebuch' oder ganz einfach durch Klick auf dieses Bild.

 

Am 10.12 war wieder ein Stehtag.
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Am 11.12 warf ich meinen Falken auf einen kleinen Schwarm Krähen. Hally barry griff sofort an und machte einige Stöße auf eine einzelne Krähe, die sich aber in eine Deckung retten konnte. Die anderen Krähen sammelten sich inzwischen in einer kleinen Baumgruppe. Mein Falke erblickte dies und jagte sofort dorthin und begann anzuwarten. Ich eilte mit meinen Auto ebenfalls dorthin, was ohne Allrad bei diesen weichen Feldwegen nicht möglich gewesen wäre. Als ich ausstieg, um die Krähen herauszuscheuchen, sah ich meinen Falken schon nach einer stoßen.
Diese versuchte sich bei einen Bauernhof im Stall zu verstecken. Ich wusste nicht, dass dies ein Biohof für Hühnereier war. Als ich meinen Falken nicht mehr sah, fuhr ich dorthin. Es hatte sich das ereignet was ich befürchtete. Mein Falke war im Stall, der Bauer vor dem Stall. Ich eilte zu ihm, um ihn zu fragen, ob er meinen Falken gesehen hätte. Der sagte nur, es muss etwas im Stall sein (wahrscheinlich ein Fuchs). Ich bat ihn, nachzusehen, ob nicht doch mein Falke drinnen sei. Nach kurzer Zeit kam er heraus und sagte, dass ein Vogel drinnen sitze. Ich ging hinein und sah Hally barry auf einem Vorsprung einer Wand sitzen. In diesem Stall befanden ca. 2000 Hühner. Man kann sich vorstellen, was das für ein Tubel war. Mein Falke hatte weder ein Huhn noch die Krähe gefangen, sondern war ganz verdutz und erschrocken. Er reagierte bei diesen schlechten Lichtverhältnissen auch nicht auf die Faust oder das Federspiel, sondern flog einige Runden in diesem Stall, was das Hühnervolk noch mehr erschreckte.


Weiterlesen: Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 2

Ger-Terzel 'Mulligan' (links) im Alter von 10 Tagenvon Mark Williams, Calgary

Für viele Falkner ist die Idee eines menschengeprägten Vogels ('Imprint') nicht besonders attraktiv - aus gutem Grund. Obwohl ich mit Sicherheit kein Experte darin bin, habe ich im Laufe der Jahre mehrere Beizvögel (hauptsächlich Ger Hybriden) menschengeprägt und von den besten Falknern in diesem Fach gelernt. Abgesehen von speziellen für Zuchtzwecke geprägten Falken, sehe ich persönlich keinen besonderen Wert in Imprints anderer Falkenspezies wie z.B. Wanderfalken - ausgenommen eben den Gerfalken.

Weiterlesen: "Mulligan" - Mein zweiter Ger-Terzel

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Nachdem ich meinen eigenen jungen weißen Habicht dieses Jahr, nach der Tagung des österreichischen Falknerbundes, verloren habe – er ist eine Woche danach an Aspergillose verstorben – war ich wie sich wohl jeder Falkner denken kann total niedergeschlagen und wollte die Falknerei eigentlich aufgeben. War dies ja nicht das einzige Unglück für mich in diesem Jahr.

Lisi auf 'ihrer' Krähe

Im Frühjahr hatte ein Marder mein dreijähriges Finnenweib samt Ei aus der Voliere geholt und obwohl ich weder Federn noch Kampfspuren entdecken konnte hab ich nie wieder etwas von dem Vogel gehört oder gesehen.
In dieser tiefsten Falknerdepression bot mir nun ein Falknerkollege und Freund seinen auf Krähen abgetragenen Habicht an und meinte: „Wende willsch kannst den Vogel eine Zeit lang haben und die Krähenjagd versuchen, der Vogel hat zwar seit über einem Jahr keine Krähe mehr gefangen aber probiers einfach.“
Gesagt getan. Mitte November überlies mir besagter Kollege den Vogel und nach einer einwöchigen Gewöhnungsphase ging es dann das erste Mal auf Jagd, Gewicht 880 g.

Weiterlesen: 'Lisi' der Leihhabicht

Gewöhnung an den Morgenstau ...von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

Anmerkung: Den ersten Teil dieses Artikels finden Sie hier.

Ich hoffe, daß der erste Teil meines Artikels den österreichischen Falknern gefallen hat und der nächste Teil bereits 'erwartet' wird.

Normalerweise ziehe ich meine Sperber die ersten 8-10 Tage von Hand auf, dann erwarte ich, daß die Falkner die Vögel bereits abholen. Ich belasse immer ein Sperberjunges (meist einen Sprinz) im Nest damit es von den Eltern aufgezogen wird. Damit habe ich ein weit besseres 'Gewissen', als ihnen alle Jungvögel wegzunehmen und sie quasi ganz ohne 'Aufgabe' zu lassen.
Normalerweise stelle ich Falknern keine elternaufgezogenen Sperber zur Verfügung, da ich dies für zu aufwendig und problematisch erachte - Gefiederschäden sind dabei fast immer vorprogrammiert.

Weiterlesen: Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil II

von FM Florian Zlimnig
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Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich meinen Wanderfalken namens Hally barry Ende Juni aus der Voliere genommen habe und sie in Kondition gebracht habe.


In weiterer Folge flog ich sie bis 25. August 2007 und beizte mit ihr 25 Stück Krähen, stellte sie dann aufgrund von zu viel Deckung und schlechter Chancen wieder in die Voliere und ließ sie durchmausern. Dieser Falke wurde im Jahr 2002 geboren und hat in seiner Laufbahn ca. 200 Stück Krähen und an die 50 Fasane und Rebhühner gefangen, da er die ersten zwei Jahre auch als Anwarterfalke geflogen wurde.

Am 10. November 2007 nahm ich sie neuerlich aus der Voliere, legte das Geschüh an, verkappte und wog sie. Ich staunte nicht schlecht, als sie 1250g auf die Waage brachte. Nun hieß es, diesen Falken in Kondition zu bringen.

Weiterlesen: Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 1

von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

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Ein Sperber, eine Woche, 30 Elstern ...


Vor einiger Zeit hat mich mein guter Freund Christian Habich gebeten, doch einmal einen Artikel über Zucht und Abtragen von Sperbern zu schreiben.

Ich züchte und beize jetzt seit über 27 Jahren mit Sperbern und habe bereits im zarten Alter von 12 Jahren meinen ersten Sperber abgetragen. In der 'guten alten Zeit' war es bei uns in England für einen Jungen nicht ungewöhnlich, in der Natur eine Sammlung von Vogeleiern zu haben und  bei mir war es auch nicht anders. Ich war begeistert über mein erstes Sperberküken, nachdem ich dessen Nest anfänglich für das eines Eichelhähers gehalten hatte.

Weiterlesen: Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil I

von Shawn Hayes, USA
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Nach der NAFA Tagung in Kearney, Nebraska, fuhr ich in eine Gegend, die ca. zwei Stunden nördlich vom Tagungsort lag.  Während der Tagung war das Wetter zwar schön, jedoch ein bißchen zu warm im Vergleich zum normalen Flugwetter
meiner Falken.
Nachdem ich zwei Tage lang die neue Gegend erkundet hatte, fand ich drei Felder mit einer guten Anzahl von Prairiechicken. Ich saß also gleich am nächsten Morgen am Rande eines Feldes, in welches die Hühner zur Futtersuche einfielen – pünktlich auf die Minute - genauso wie sie es gestern getan hatten. Wenn das Wetter kalt genug ist, erfolgt der Einfall der Hühner von den umliegenden Sandhügeln viel berechenbarer.
Ich hatte mich diesmal für meinen im fünften Flug stehenden GerXWanderterzel 'Bogey' entschieden, der Prairiehühner beizen konnte, wie es eben nur ein Hybrid  zustande bringt. An diesem Morgen fielen über 100 Prairiehühner ein.

Weiterlesen: Prairie Hühnerbeize in Nebraska

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'Kaltes Huhn'


Die tiefenTemperaturen bei uns dauern weiterhin an. Heute morgen war ich beizen und obwohl es -31 Celsius hatte, wehte nur ein leichter Wind, was die Temperaturen für alle Beteiligten (Hunde & Falken) etwas erträglicher machte.Beide Falken flogen überraschenderweise gut und wenn man die Umstände berücksichtigt, litten die Hunde unter Kälte nicht ganz so sehr. Es spricht wirklich einiges für leichteren Wind bei diesen Temperaturen - ohne Wind-chill lebt sich's einfach etwas angenehmer....

 

Weiterlesen: Ein Email aus Alberta/Kanada

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(c) Mark Williams 2007


Aus dem Englischen übersetzt von Christian Habich.

Irgendwie kam der Winter gestern mit einer gewissen 'Rache' zurück ins Land – Schneesturm, orkanartige Winde und klirrender Frost. Ich erwachte gestern morgen und konnte mich noch nicht richtig zwischen der naturgewaltigen
Wettersituation und meinem Verlangen beizen zu gehen entscheiden – es sah doch sooo gut aus:  die Sonne schien, es war wolkenlos, ABER : minus 25 Grad Celsius und 12km/h Wind garantierten eine gefühlte 'Arbeitstemperatur' von ca. minus
34 Grad Celsius.
Bei diesen Temperaturen beginnen verschiedenste Dinge, wie z.B. die Telemetrie ihren Geist aufzugeben, ganz zu schweigen von den komischen Geräuschen, die das Auto und die Autotüren machen und dem irritierenden Warnlicht am Armaturenbrett, daß sich der Reifendruck um mehr als 6 lbs verändert hat. Im Hinterkopf kreisten natürlich die Gedanken, daß diese Bedingungen nicht gerade ideal sind, wenn beim Beizen was schief geht und man längere Zeit außerhalb des geheizten Autos verweilen muß. Ich zweifelte ein bißchen, ob ich meinen bis dato total beständigen Gerterzel fliegen lassen sollte.


Weiterlesen: Ein etwas kälterer Wintertag...

von FM Josef Hiebeler

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Lubor Engler & Josef Hiebeler

Vor ca. 17 Jahren hatten ein paar Enthusiasten, allen voran die Berufsfalkner Jaro Kanat und Anton Moravcik, die Idee, eine spezielle Fuchs- und Rehjagd zu veranstalten. Am Anfang waren es nur ein paar
Adlerleute, wobei der Hauptanteil der Jagdadler von den Rosenburger (NÖ) Berufsfalknern kam. Die Jagden fanden in der Gegend um Rimaska-Svoboda statt.

Bei der ersten Jagd, wo großzügig angestellt wurde, war auch Jürgen Färber mit seinem Jungadler dabei. Man stellte mit Lubor Engler und Josef hiebeler vor der Burg Spisky hrad etwa fünf Vögeln einen langen Schilfstreifen ab, den die Treiber durchstrichen. Jürgen und meine Wenigkeit hatten das Glück, oder auch das richtige Gespür, sich an dem idealen Platz aufzustellen, wo gleichzeitig auf meiner Seite ein Reh und
bei Jürgen ein Fuchs kam. Die Flüge waren gigantisch, das Reh flüchtete 300 Meter ins freie Feld, wo es vom Steinadler Astur perfekt geschlagen wurde. Der Fuchs wurde von Jürgens Jungadler geschlagen (es war der erste Fuchs des jungen Adlers). Am nächsten Tag wurde dann von meinem Steinadler Astur noch ein weiteres Reh geschlagen.

Weiterlesen: Die große Fuchsjagd in der Ostslowakei

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Aplomado Falke (c) Peregrine Fund


Während meines Aufenthaltes in Kearney/Nebraska anläßlich der IAF AGM 2006 hatte ich unter anderem das besondere Privileg einige außergewöhnliche Falkner kennenzulernen. Ein absolutes Zuschauermagnet war ein Falkner der mit einem Aplomado Falken beizte. Leider konnte dieser wunderschöne kleine Falke an diesem Tag, abgesehen von zwei Heuschrecken, keinen Jagderfolg verbuchen. Wir mußten uns mit der Beobachtung von einigen Flügen aus der freien Folge, die dafür aus nächster Nähe anzusehen waren, begnügen.

Weiterlesen: Ein Meisterfalkner aus Kalifornien

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von Sergej Pavlovich Prokopenko & Martin Knörr



Die Ukraine gilt an sich als falknerische Terra incognita, obwohl sie weniger als tausend Kilometer von München oder sechshundert Kilometer von Wien entfernt liegt. Protagonisten der Mitteleuropäischen Falknerwelt wie Christian de Coune oder Eckhardt Schormair haben sie schon besucht, wo bleibt aber der Mainstream-Falkner? Lockt doch die Südukraine mit ihrer wilden Steppe, weiten Feldern und einer beachtlichen Niederwildstrecke: Rebhühner, Fasane, Hasen, Enten und im Winter Gänse, auch Gross- und Zwergtrappen kommen vor, die aber aus Schutzgründen nicht bejagt werden.
Mitte August 2007 hatten wir das Vergnügen, auf der Kertschhalbinsel (befindet sich zwischen zwei Meeren, dem Schwarzen und dem Asowschen Meer) zu beizen. Mit zwei Autos erreichten wir unser Beizgelände, das sich rund 50 km südwestlich von der Stadt Kertsch befindet. Die Halbinsel ist geprägt durch wenige extensiv bewirtschaftete Felder und noch weniger Windschutzhecken, aber vor allem durch wilde Steppe. Reiner Horizont, die absolute Abwesenheit von Menschen und das Fehlen von Hochspannungsleitungen oder Zäunen ermöglicht eine Beizjagd ohne Sorge um die mitgebrachten Vögel.

Weiterlesen: Beizjagd auf der Krim (Ukraine)

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Haltung / Abtragen / Jagen
Steven Diethelm

Am Anfang bzw. nach der Beschaffung sollte man den Harris an einem gut übersichtlichen Standort aufstellen, sodass er sich seine neue Umgebung gut und in Ruhe einprägen kann.
In den ersten Tagen habe ich meine HH nur von der Reckkammer (während der Nacht) in eine grosse Voliere  6m x 9m x 3m auf den Sprenkel gestellt, sodass er während meiner Abwesenheit sicher war, sich aber ringsherum die Gegend merken konnte und auch mein Herantreten aufmerksam mitverfolgen konnte.
Auch das Herumlaufen des Hundes ist so automatisch gespeichert worden, ohne das die HH nervös oder sogar wild abgesprungen sind.


Weiterlesen: Beizjagd auf Krähen und Enten mit dem Harris Hawk

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von  Walter Sprecher

Da ich es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft habe einen Wanderfalken auf Krähen einzufliegen, wollte ich es mit einem Habicht versuchen. Nicht, weil ich keine Zeit hatte, sondern weil ich es einfach nicht fertiggebracht habe ein Wanderfalkenweib einzujagen, das regelmässig Krähen fängt. Manchmal wusste ich nicht mehr sicher, ob ich für die Beizjagd tauglich bin. Aber wenn ich etwas anfange, mache ich keine halben Sachen. Ich gebe also nicht auf. Ich hatte ja zwischendurch auch kleine Erfolge. Jemand hat einmal gesagt: „Die Falknerei ist eine Kunst, darum kann es nicht jeder!“
 

Weiterlesen: Ärger und Freuden mit dem Habicht

Rabenvögel: Kennen wir sie?Image


Für manche Menschen sind sie Seuchenpolizei und Hygienewächter der Natur, für andere nichts anderes als Diebe, Räuber und Mörder. Die Rede ist von den Rabenvögeln, deren Auswirkung auf die Niederwildbesätze häufig eine große Unbekannte darstellt...


Von Gerhart Dagner

Image Artikel Teil 1

Artikel Teil 2

 



Anmerkung der Redaktion:

Diese beiden Artikel veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift WEIDWERK - Österreichs auflagenstärkste Jagdzeitschrift. Die Artikel wurden bereits in den Ausgaben März und April 2005 publiziert.
Weitere Informationen  und Jahresabonnements gibt's direkt auf
http://www.weidwerk.at


von Kurt Fessler

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Wanderfalke 'GPS'


Im Frühjahr ist für einige Falkner Neuorientierung und so mancher setzt sich mit dem Gedanken auseinander, sich einen Krähenfalken aufzustellen. Es gibt Vor- und Nachteile, die nach den eigenen Möglichkeiten abzuwägen sind. Ich spreche hier von der Krähenjagd mit einem Falken. Fünf grundlegende Elemente sind für diese Art der Falknerei erforderlich:

·1 Genügend Krähen
·2 Offenes Gelände  mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen
·3 Mehrere Reviere, die mit dem Falken bejagt werden können
·4 Drei Jagdeinsätze in der Woche, auch im Winter
·5 Einen Falken mit Herz, der die Krähen auch liebt

Der Falkner oder die Falknerin, die diese Kriterien erfüllen kann, wird mit der Krähenjagd Flüge erleben, die den Falken fordern und Strecken, die fast keine andere Beizjagd hervorbringt. Durch regelmäßige Erfolge werden die Falken derart motiviert, dass sie in höchster Kondition geflogen werden können. Das Flugvermögen von Krähenfalken die 4-6 Monate auf den Schwingen sind, ist enorm, wenn sie in dieser Zeitspanne zwischen 50- 100 Krähen fangen.

Weiterlesen: Das erste Jahr eines Wanderfalken, der auf Krähen eingesetzt wurde

HABICHT - Der Draufgänger

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Der Habicht zählt zu den am häufigsten verwendeten BeizvögelnEuropas. Und das kommt nicht von ungefähr, denn er ist ein draufgängerischer Universaljäger. Sein natürliches Beutespektrum reicht von Sperlingen über Drosseln, Tauben, Krähenvögeln, Fasanen, Enten, Möwen bis hin zu Kaninchen und sogar Hasen. Er ist perfekt für die Jagd im deckungsreichen Gelände angepasst, lässt sich jedoch auch in offenen Landschaftsformen jagdlich einsetzen. Wenn die Küche des Falkners regelmäßig mit Wild versorgt werden soll, dann ist der Habicht der verlässlichste Beizvogel. Französische Falkner nannten ihn deshalb „ Le Cuisinier- Küchenmeister.“

Weiterlesen: Häufige Beizvögel in der modernen Falknerei

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