HABICHT - Der Draufgänger

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Der Habicht zählt zu den am häufigsten verwendeten BeizvögelnEuropas. Und das kommt nicht von ungefähr, denn er ist ein draufgängerischer Universaljäger. Sein natürliches Beutespektrum reicht von Sperlingen über Drosseln, Tauben, Krähenvögeln, Fasanen, Enten, Möwen bis hin zu Kaninchen und sogar Hasen. Er ist perfekt für die Jagd im deckungsreichen Gelände angepasst, lässt sich jedoch auch in offenen Landschaftsformen jagdlich einsetzen. Wenn die Küche des Falkners regelmäßig mit Wild versorgt werden soll, dann ist der Habicht der verlässlichste Beizvogel. Französische Falkner nannten ihn deshalb „ Le Cuisinier- Küchenmeister.“

SPERBER - Der Wendige

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Der Sperber ist das verkleinerte Ebenbild des Habichts. Er ist ein spritziger, wendiger und äußerst mutiger Kurzstreckenjäger mit dem man fast überall in der zivilisierten Landschaft ideale Beizmöglichkeiten vorfindet. Der männliche Sperber (Sprinz) hat ein Gewicht von 130g bis 160g, die Weibchen wiegen fast doppelt so viel - zwischen 220g und 280g. Heute können Sprinze zur Beizjagd nicht mehr verwendet werden, da sich ihr Beutespek-trum auf Kleinvögel begrenzt. Auch Sperlinge sind unter Schutz gestellt. Mit dem Sperberweib können Elstern, Eichelhäher und sogar Krähen gebeizt werden. In der Haltung ist der Sperber sensibler als der Habicht, er gehört deshalb nur in die Hand eines erfahrenen Falkners.

WANDERFALKE - Der Rasante

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Sein gedrungener, stromlinienförmiger Körper, sein hartes Gefieder, der gerundete Kopf mit den großen kreisförmigen Augen, seine breite, stark bemuskelte Brust zeichnen den Wanderfalken als außergewöhnlichen Flugwildjäger aus. Für seinen Verfolgungsjagdstil benötigt er freies, offenes Gelände. Bei der Beizjagd auf Krähen und Möwen greift der Wanderfalke seine Beute direkt von der Faust des Falkners an. Rebhühner und Fasane werden aus dem Anwarten über dem Vorstehhund gebeizt. Die Jagd des Falken aus großer Höhe wird durch die enorme Stoßgeschwindigkeit bis zu 350 km/h zum beeindruckenden Naturerlebnis.

STEINADLER - Der Mutige

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Sein in der Ferne suchender „königlicher“ Blick fasziniert jedermann! Der Steinadler, auch König der Lüfte genannt, ist der größte zur Beizjagd eingesetzte Greifvogel. Durch seine Kraft, Größe, Stärke und Kühnheit beeindruckt er die Menschen schon seit jeher. Bei der Beizjagd wird der Steinadler von der Faust aus auf Kaninchen, Hasen, Füchse und Rehe geflogen. Sein eher gemächlicher Flug sieht immer viel langsamer aus, als er in Wirklichkeit ist. Mehr als jeder andere Vogel hat der Steinadler Profil und Charakter, also Persönlichkeit, er besitzt ein für Vögel unglaubliches Gedächtnis. Sein Umgang erfordert vom Falkner besonders viel Erfahrung und hohes Verantwortungsbewusstsein.

HARRIS HAWK - Der Soziale

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In vielen Ländern schon ein äußerst beliebter Beizvogel, ist der amerikanische Harris Hawk in Österreich erst im Kommen. Der Harris Hawk ist seinem Wesen nach ein typischer Bussard: er ist zutraulich und ruhig, oft sogar verspielt. Anders als bei anderen Greifvögeln zeigt der Harris Hawk ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sucht den intensiven Kontakt zu seinem Falkner („diesen Vogel kann man nicht verlieren!“). Jagen mit dem Harris Hawk im Familienverband oder in Kompanie ist ein besonderes Erlebnis, Aggressionsverhalten kommt so gut wie nicht vor! Seine langen Schwingen und der lange abgerundete Stoß verleihen dem Harris eine enorme Fluggewandtheit, er steht den jagdlichen Fähigkeiten des Habichts kaum nach.

UHU - Der Lautlose

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Mit rund 2,5 kg Körpergewicht und einer Flügelspannweite von 165 cm ist er der größte Vertreter der Eulenfamilie. Der Uhu lässt sich ähnlich wie Greifvögel zur Beizjagd abrichten. Der Beuteflug kann sich trotz seines sehr weichen Gefieders beeindruckend rasant gestalten, selbst böige Windverhältnisse werfen ihn nicht aus der Bahn. In seinem Wesen und Verhalten unterscheidet er sich doch sehr wesentlich von den üblichen Beizvögeln. Die falknerische Beschäftigung mit einem Uhu ermöglicht tiefe Einblicke in das natürliche Jagdverhalten dieser Eule. Einblicke, die einem reinen Feldbeobachter durch die unauffällige Lebensweise derselben verborgen bleiben.

ROTSCHWANZBUSSARD - Der Kräftige

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Der Rotschwanzbussard stammt aus Nordamerika und ist dort ein weit verbreiteter und sehr anpassungsfähiger Brutvogel, ähnlich wie bei uns der Mäusebussard. Der Rotschwanzbussard ist deutlich kräftiger im Körperbau als der Mäusebussard und besonders seine Fänge deuten darauf hin, dass er in der Lage ist auch stärkeres Beutewild zu schlagen. Das ideale Beizwild für ihn sind Kaninchen und Hasen. In der Fluggeschwindigkeit dürfte er auch etwas schneller sein als der Mäusebussard, doch trotzdem nicht schnell genug um erfolgreich auf Flugwild zu beizen. Das Wesen des Rotschwanzbussards ist ruhig und angenehm, weshalb er sich als Beizvogel auch für Falknereianfänger eignet.

GERFALKE - Der Sensible

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Der Gerfalke ist der größte Vertreter unter den Falken und damit auch der Leistungsstärkste. Seine Haltung erfordert beste praktische Erfahrungen und Kenntnisse in der Falknerei. Der Gerfalke ist kein Vogel für Falknerneulinge! Er ist nicht nur gegenüber Hitze und Stress empfindlich, sondern auch psychisch sehr sensibel. Sein Verbreitungsgebiet befindet sich rund um den Nordpol, seine Gefiederfarben variieren von weiß bis schwarz. Die Jagdweise des Gerfalken wird an Vehemenz und Entschlossenheit von keiner anderen Falkenart erreicht. Um einem Gerfalken sein volles Leistungsvolumen zu entlocken ist größtes falknerisches Wissen gefordert! Hat man es (noch) nicht, wird man mit diesem Vogel nur Enttäuschungen erleben. Mit anderen Worten: ein Gerfalke hat nicht nur 4 Gänge, er hat 6

 

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