von FM Florian Zlimnig
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Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich meinen Wanderfalken namens Hally barry Ende Juni aus der Voliere genommen habe und sie in Kondition gebracht habe.


In weiterer Folge flog ich sie bis 25. August 2007 und beizte mit ihr 25 Stück Krähen, stellte sie dann aufgrund von zu viel Deckung und schlechter Chancen wieder in die Voliere und ließ sie durchmausern. Dieser Falke wurde im Jahr 2002 geboren und hat in seiner Laufbahn ca. 200 Stück Krähen und an die 50 Fasane und Rebhühner gefangen, da er die ersten zwei Jahre auch als Anwarterfalke geflogen wurde.

Am 10. November 2007 nahm ich sie neuerlich aus der Voliere, legte das Geschüh an, verkappte und wog sie. Ich staunte nicht schlecht, als sie 1250g auf die Waage brachte. Nun hieß es, diesen Falken in Kondition zu bringen.

Am 11.11. wog sie immer noch 1180g. Sie sprang mir vom Block sofort auf die Faust, als ich mich ihr mit einer toten Wachtel näherte. Sie erhielt einen viertelten Kropf.

Vom 12. bis 15. November bekam Hally barry jeden Tag  ein Eintagsküken und musste dafür 6 bis 7 mal vom Boden ca. 1,5m hoch auf die Faust springen.

Am 16.11. fuhr ich mit meinem Freund Alfred Rothleitner, wo wir mit unseren Anwarterfalken auf Fasane jagten., in sein Revier nach Lutzmannsburg. Hally barry war natürlich auch dabei, damit sie sich auf die lange Fahrt und das lange Stehen unter der Haube wieder gewöhnte.

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Am 17.11. ließ ich den Falken erstmals Krähen anjagen. Sie hatte ein Gewicht von 1030g. Sie jagte sofort, machte einige Stöße auf eine Krähe und trieb die weiteren in eine kleinere Deckung. Sie flog ca. 20m über den Bäumen und fixierte die Krähen, bis ich mit dem Auto bei ihr war und ich ihr helfen konnte, die Krähen herauszutreiben. Die Stöße waren sehr schnell und wunderschön anzusehen, aber sie hatte nicht den Geist, eine zu fangen. Nach einiger Zeit stellte sie sich in die Bäume. Daraufhin zog ich sie mit dem Federspiel ein und gab ihr einen Taubenflügel.

Am 18.11. fuhren wir nach dem Frühstück wieder nach Hause. Das Wetter in der Nähe von Lutzmannsburg war stürmisch und es schneite auch so stark, dass man gegen den Wind gar nichts sah. Am Nachmittag zu Hause angekommen, fuhr ich mit meinem Freund Gero Steinacher eine Krähenrunde. Wir fanden eine sehr gute Chance. Ich warf meinen Falken, der sofort anjagte und die Krähen in einen hohen Baum trieb. Nun waren ca. 20 Krähen unter dem Falken. Wir trieben die Krähen langsam heraus und nach dem 7. oder 8. Stoß fing Hally barry eine. Ich ließ sie einige Zeit rupfen und gab ihr anschließend einen vollen Kropf.

Am 19. 11. hatte sie einen Stehtag.

Am 20. November hatte ich mit ihr zwei schöne Jagdflüge, die Chancen waren nicht sehr günstig und mein Falke hatte trotz großer Anstrengung keine gefangen.

Am 21. November hatte ich nach der Arbeit Zeit und fuhr eigentlich nur zum Federspieltraining hinaus. Es war schon nach 16.00 Uhr und leicht dämmrig, als ich in der Waldgruppe ca. 50 Krähen sitzen sah, die auf den Abflug zum Schlafplatz warteten. Ich stieg aus dem Auto, nahm die Kappe vom Falken und ließ ihn diese Krähen anjagen. Danach ging ich langsam in Richtung dieses kleinen Waldes und versuchte, die Krähen mittels meiner Ratsche aufzuscheuchen, was mir auch gelang. Ich sah Hally barry einige Male in voller Geschwindigkeit über die Bäume jagen, dann hörte ich einen Aufschrei der vielen Krähen, also musste sie eine gefangen haben, was ich aber nicht sehen konnte. Ich eilte dorthin, wo die Krähen kreisten und fand meinen Falken in der Wiese auf einem Schwarzrock, den sie schon abgebissen hatte und rupfte. Ich gab ihr an diesem Tag nur eine Brusthälfte, da ich für den nächsten Tag eine Jagd mit Gero vereinbart hatte und Hally bary sowieso noch nicht die ideale Kondition von 960 bis 980g hatte.
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Am 22. November fuhr ich mit Gero Steinacher in seinem Revier auf Krähen. Wir suchten fast den ganzen Nachmittag, um eine geeignete Chance zu finden. Leider hatten wir nur eine ganz schlechte Chance, wo mein Falke ein paar Krähen und zwei Elstern in einen Obstbaum zusammengetrieben hat. Mein Falke flog über diesen Bäumen in 30 bis 40 m Höhe und machte Scheinangriffe. Bis ich ihm mit dem Auto dorthin folgen konnte, verging natürlich einige Zeit. Dann versuchten wir, die Krähen herauszutreiben. Als Erste flog eine Elster aus dem Obstbaum, diese wich meinem Falken gekonnt aus, indem sie sich auf den Boden warf und der Falke sehr hoch aufsteilte. Dann flogen zwei, drei Krähen aus dem Baum. Der Falke machte einen enormen Stoß auf eine Krähe, die sich ebenfalls auf den Boden warf, wobei der Falke sehr hoch aufsteilte, neuerlich anjagte und sie zu Boden schlug. Die Krähe war anscheinend nicht besonders verletzt, da sie sich in die 10 bis 20 Meter entfernte größere Deckung rettete. In der Zwischenzeit verabschiedeten sich auch die anderen Krähen und die zweite Elster, sodass ich den Falken auf das Federspiel einzog. Eine zweite Chance fanden wir nicht.

Am 23. November fuhr ich nachmittags mit meinem Falknerfreund in seinem Revier auf Krähen. Wir hatten nach ca. 1 Stunde Fahrt eine Standardchance für Hally barry. Ca. 20 bis 30 Krähen auf einer freien Fläche mit ein paar kleinen Obstbäumen. Dies ist für meinen Falken natürlich eine 100% Chance, die er auch verwertete.

Am 24. November hatte ich nur kurz vor 16.00 Uhr Zeit und fuhr mit meinem Falken zu einem Sammelplatz, den ich wusste, bevor die Krähen zum Schlafen flogen. Dort waren ca. 100 bis 150 Krähen, es war sehr viel Deckung. Doch bei dieser Menge von Krähen ließ ich meinen Falken auf ca. 200m anjagen. Der griff natürlich sofort an und machte einige Stöße auf einzelne Krähen. Die anderen sammelten sich schon in den Bäumen. Als ich Hally barry wieder sah, war sie ca. 30 bis 40 Meter über den Bäumen. Ich scheuchte nun die Krähen auf, mein Falke machte ein paar gewaltige Stöße und band eine beim Aufsteilen.

Am 25. November hatte ich keine Zeit, um eine Krähenrunde zu drehen, deshalb fuhr ich nur kurz ins Revier, um einige Federspieldurchgänge zu machen. Ich ließ meinen Falken frei und machte ca. 20 bis 30 Stöße,  bevor ich ihm das Federspiel zum Schlagen gab.  Daraufhin bekam er einen vollen Kropf  von einer warmen Taube. Ich gebe diesem Falken bei Beute eigentlich nur selten einen vollen Kropf, sondern immer nur auf das Federspiel, weshalb er auch einen außergewöhnlich guten Appell auf dieses hat.

Der nächste Tag ist natürlich ein Stehtag.

Am 27. November hatte ich mit meinem Falken einen außergewöhnlich hohen Anwarterflug, wo er die Krähen zusammengetrieben hatte. Er schlug die Krähe nach dem zweiten Durchgang herunter, die tot am Boden liegen blieb und er sich nur mehr draufstellen musste.

Am 28. November hatte ich keine Zeit, meinen Falken zu fliegen, da ich auch meinen Anwarterfalken wieder einmal trainieren musste.

Am 29.November habe ich mit Hally barry bei sehr starkem Wind eine Krähe im besten Stil beim Heraustreiben gebeizt.

Am 30.11. fuhr ich mit meinem Falken eine neuerliche Krähenrunde, diesmal hatte Hally barry erstmals das richtige Gewicht von 980g. Es war kein spektakulärer Flug, da sie die Krähe nach dem 3. Stoß schon in der freien Fläche fing.

Am 1.12. ließ ich den Falken auf ca. 250 bis 300 m Krähen anjagen. An diesem Tag hatte er wieder ein Gewicht von 1001g. Er hatte c. 30 bis 40 Krähen in einem kleinen Obstgarten fixiert und wartete in einer Höhe von ca. 60 bis 80m über den Bäumen an. Bei den  ersten Stöße beim Heraustreiben hatte mein Falke eine wahnsinnige Geschwindigkeit und schlug nach dem 3. oder 4. Stoß eine zu Boden, die sich nicht mehr rührte.

Am 2.12. hatte mein Falke wieder einen Stehtag, da ich mit meinem Freund Ali ins Burgenland auf Fasanenbeize ging.

Am 3.12. hatte ich bei uns im freiesten Gelände eine wunderschöne Krähenchance. Ich ließ meinen Falken bei dieser freien Fläche auf eine relativ weite Distanz anjagen, die Krähen flogen sofort in die Höhe, bis mein Falke sie erreicht hatte, waren sie ca. 60 bis 70 m hoch. Da kamen die ersten Stöße meines Falken auf eine der Krähen, die sie in ca. 40 m Höhe fing und zu Boden trug.

Am 4.12. fuhr ich mit Alfred Rothleitner in mein Jagdrevier nach Niederösterreich, um auch wieder einmal unsere Anwarterfalken auf Wild zu bringen. Auch Hally barry ist dabei. An diesem Tag bekam Hally barry keine Chance.

Am 5.12. fuhr ich vormittags mit meinem Falken hinaus, um eine Chance auf Rabenkrähen zu finden. Mein Freund Peter Hempl, der ganz in der Nähe wohnt, war mit von der Partie. Wir hatten eine nicht gerade gute Chance auf  die Krähen. Der Falke jagte zwar sofort an, trieb sie in einen Windschutzgürtel, aber wir konnten die Krähen vor ihm nicht richtig heben, da die Krähen vor den Menschen nicht so eine Angst haben wie bei uns die Nebel- und Rabenkrähen. Deshalb musste ich meinen Falken nach einiger Zeit auf das Federspiel einziehen. Wir suchten nun für den Falken eine bessere Chance, wo wir nicht so einen langen Windschutzgürtel vor uns hatten, sondern dieser nach ca. 200 bis 300 m endete und wir die Krähen auf die freie Fläche treiben konnten. Dies war natürlich für meinen Falken eine ganz gute Chance, da sie in diesen Windschutzgürtel ca. 200 Krähen hineingetrieben hatte. Bei dieser Menge ist es leicht, ein paar herauszutreiben, die dem stoßenden Falken nicht mehr ausweichen konnten und er so ganz leicht eine fangen konnte.

Vom 6. bis 7. Dezember beizten wir bei diesem Windschutzgürtel jeweils beim ersten Flug aus einem sehr guten Anwarterstil je eine Krähe.

Am 8.12. war wieder ein Stehtag angesagt.

Am 9.12. war ich wieder zu Hause, fuhr mit meinem Falken um 8 Uhr ins Revier, sah eine wunderschöne Chance, warf meinen Falken auf diese Krähen und hatte keine Mühe, dort eine zu fangen. Daraufhin bekam Hally barry wieder einen vollen Kropf.

Mein Falke ist in der Zwischenzeit ausreichend gut beflogen, dass er jederzeit in der Lage ist, bei einem Flug zwanzig bis dreißig Minuten in Anwarterposition oder auch bei Stößen auf die Krähen durchzuhalten. s mit meinem Falken hinaus, um eine Chance auf Rabenkrähen zu finden. Mein Freund Peter Hempl, der ganz in der Nähe wohnt, war mit von der Partie. Wir hatten eine nicht gerade gute Chance auf die Krähen. Der Falke jagte zwar sofort an, trieb sie in einen Windschutzgürtel, aber wir konnten die Krähen vor ihm nicht richtig heben, da sie anscheinend vor dem Menschen nicht so eine Scheu hatten wie sonstige Nebel- und Rabenkrähen. Deshalb musste ich meinen Falken nach einiger Zeit auf das Federspiel einziehen. Wir suchten nun für den Falken eine bessere Chance, wo wir nicht so einen langen Windschutzgürtel vor uns hatten, sondern dieser nach ca. 200 bis 300 m endete und wir die Krähen auf die freie Fläche treiben konnten. Dies war natürlich für meinen Falken eine ganz gute Chance, da sie in diesen Windschutzgürtel ca. 200 Krähen hineingetrieben hatte. Bei dieser Menge ist es leicht, ein paar herauszutreiben, die dem stoßenden Falken nicht mehr ausweichen konnten und er so ganz leicht eine fangen konnte.


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