Zucht & Greifvogelschutz

von Carina Frank

Saker bei der Landung am Strommast
Saker bei der Landung am Strommast

 Dass das internationale Sakerfalkenzschutzprojekt in Asien einen vollen Erfolg verzeichnen konnte, davon hat der Österreichische Falknerbund bereits berichtet. Bei einer derart sensiblen Symbiose zwischen Falke, Umwelt, Lebensraum, Wirtschaft und Zivilisation ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Projektbetreuer aber auch mit Rückschlägen konfrontiert werden. Die Verantwortlichen ruhen sich aber keineswegs auf ihren Lorbeeren aus, sondern kämpfen weiterhin für diese großartige Sache.


Sakerfalken und Stromleitungen

Das Gefahrenpotenzial, das von Stromleitungen ausgeht, ist vielen Laien nicht bewusst. Auch die Projektbetreuer des Sakerfalkenzschutzprojektes in der Mongolei führen einen Kampf gegen Windmühlen, oder besser gesagt, gegen Stromleitungen. Weltweit fallen dieser unscheinbaren Gefahr jährlich zehntausende Greifvögel zum Opfer. Alleine in der Mongolei wurden 4000 Sakerfalken gezählt, die durch Stromleitungen in nur einem Jahr getötet wurden.

Weiterlesen: Wo Licht ist, ist auch Schatten - tausende Sakerfalken verunfallen durch Stromleitungen

Wie altes Wissen junge Köpfe vernetzt

von Carina Frank

Dass Falknerei Nationen verbinden kann, wurde schon oftmals unter Beweis gestellt. Diesmal ist es allerdings etwas Besonderes, zumal die jahrtausende alte Kunst der Falknerei jungen Köpfen kindgerecht näher gebracht werden soll. Die Idee ist schlichtweg genial. 38 Schulen aus neun unterschiedlichen Ländern sind vernetzt, um Informationen, Wissen aber auch Fragen auszutauschen.


Doch zurück zum Anfang dieses Projekts

The School Links Programme“ ging aus dem „Mongolian Artificial Nest Project” hervor. Davon haben sicher schon viele gehört oder gelesen (der ÖFB hat bereits ausführlich berichtet), die wichtigsten Eckpunkte hier noch einmal zusammengefasst: Über 5000 Kunsthorste wurden, unter der Leitung von Dr. Nick Fox, in der Mongolei errichtet und im Jahr 2014 konnten schließlich 2495 junge Sakerfalken beringt werden. Ein Projekt, das seinesgleichen sucht. Doch das ist nicht alles, denn es wurde gewissermaßen nicht nur in die „befiederte Jugend“ investiert. Im Jahr 2011 wurde die mongolische „Bayan School“ mit einer Schule in Großbritannien vernetzt, so war es möglich Briefe und Lernunterlagen auszutauschen. Beide Schulen erarbeiteten im Unterricht zeitgleich Powerpoint Präsentationen und Arbeitsblätter.

Am Ende des Schuljahres war jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler sozusagen ein kleiner Experte für Sakerfalken und die Kunsthorste in der Mongolei. Im darauffolgenden Jahr wurde das Projekt ausgeweitet und vier weitere Schulen in der Mongolei wurden mit Schulen aus Großbritannien und den USA vernetzt. Das „School Links Programme“ bietet Schülerinnen und Schülern von neun bis vierzehn Jahren einen Einblick in die Welt der Falknerei, der Greifvögel und deren empfindlichen Lebensraum. Dies ist eine einmalige Möglichkeit und es ist nur verständlich, dass im Jahr 2014 viele weitere Schulen weltweit diese Gelegenheit nutzten.

Weiterlesen: „The School Links Programme“

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Am Wegesrand: Ein Geier ist bereits tot.


von Mag. Christian Habich

 Für viele Greifvogel-Liebhaber und Falkner hierzulande völlig unbemerkt, spielt sich seit einigen Jahren in Indien, Nepal und Pakistan ein Tragödie großen Ausmaßes ab. Der Bestand des Weißrückengeiers (Gyps bengalesis, G. tenuirostris, G. indicus eines nahen Verwandten des Gänsegeiers) ist in den letzten Jahren um mehr als 97 % (!) zurückgegangen – die Geier sterben dahin wie die sprichwörtlichen Fliegen.
Hauptverursacher des Massensterbens ist das aus der Humanmedizin stammende entzündungshemmende Mittel Diclofenac, das seit den 90er Jahren in Indien, Pakistan und Nepal auch in der Tiermedizin eingesetzt wird – vor allem bei Rindern, die an Fieber und Entzündungen aller Art erkranken. Rinder sind in diesen Ländern wichtige Arbeitstiere, gegessen wird Rindfleisch kaum. Verenden nun Rinder, die mit Diclofenac behandelt wurden, werden ihre Kadaver von Geiern entsorgt, die den für sie toxischen Wirkstoff aufnehmen. Die Tiere leiden in kürzester Zeit an gichtähnlichen  Symptome und sterben schließlich an Nierenversagen. 

Weiterlesen: Der Weißrückengeier droht auszusterben!

von Mag. Christian Habich

2495  In Worten zweitausendvierhunderfünfundneuzig . Das ist Erfolgszahl des bisher größten von Falknern (unter Leitung von ÖFB Ehrenmitglied Dr. Nick Fox OBE) organisierten und betriebenen Sakerprojektes!

Was diese Zahl bedeutet? Ganz einfach: in den über 5000 Kunsthorsten, die im Zuge dieses einmaligen Projektes in der Mongolei errichtet wurden, konnten im Jahr 2014 insgesamt 2495 Jungvögel beringt werden! Ein einmaliger Erfolg, der seinesgleichen sucht.

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Wir meinen, daß es keinen besseren Beweis für die Effizienz und das Jahrtausende alte Know How von Falknern geben kann. Es ist immer schon das ureigenste Interesse des Falkners gewesen, nicht nur die zur Falknerei eingesetzten Spezies sondern alle Greifvögel und auch das Beutewild zu schützen - Falkner reden nicht, sondern leben die Nachhaltigkeit. Die psychologische Disposition eines echten Falkners scheint ihn nahezu dazu zu zwingen, einen Greifvogel als etwas ganz Besonderes anzusehen. Aus dieser Bewunderung entstand nicht nur ein über 5000 Jahre altes, weltweites und mittlerweile von der internationalen Staatengemeinschaft zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erhobenes Kulturgut, dessen Literatur und Kunst ganze Bibliotheken und Museen füllt, sondern auch ein unvergleichlich umfassendes Wissen über Greifvogelschutz und nachhaltige Nutzung.

Weiterlesen: 2495 - Eine magische Zahl im Jahre 2014...

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Am vergangenen Freitag ( 16.11.07 ) war es soweit. Die Wochenzeitung RUNDSCHAU veranstaltete in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Linz die Verleihung des Wirtschaftspreises „Schrittmacher 07“.
Dabei wurden regionale Betriebe aus den Bezirken Linz-Stadt und Linz-Land mit innovativen Ideen geehrt. Das mit Jahresmitte gestartete Wanderfalkenauswilderungsprojekt (Österr. Falknerbund/Fixkraft) am Betriebsgelände in Enns zeigte in der Praxis schon nach kurzer Zeit Erfolge und beeindruckte die Jury.
Mit einer Nominierung für Platz zwei, in der Kategorie mehr als 50 Mitarbeiter Bezirk Lind-Land, wurde die umgesetzte Innovation gewürdigt und zeigt wiederum auf das ein solches Kooperationsprojekt durchaus eine breite Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Die beiden Projektleiter  Hr. Strittl / Hr. Mayr (beide Österr. Falknerbund) begleiteten Hr. Bauinger (GF Fixkraft), zur Preisverleihung. Bei einem delikaten Buffet fand die rundum top organisierte Veranstaltung ein Ausklingen.

FH
Werner Mayr

5000 Kunsthorste wurden in der mongolischen Steppe errichtet

+++ Neueste Information:  Nach den Zählungen der letzten Wochen haben dieses Jahr ca. 750 Sakerpaare die Kunsthorste angenommen. Die Projektbetreiber hoffen, daß heuer an die  2400 junge Saker flügge werden! Dieser Erfolg ist auch vor allem der Übertragung der Kontrollverantwortung an die Steppenbewohner der jeweiligen Gebiete geschuldet - ein Beispiel, daß für zukünftige Projekte Schule machen sollte. +++

Wie bereits bei der erfolgreichen Rettung des weltweiten Wanderfalkenbestandes durch die internationale Falknergemeinschaft, die man wohl zu einem der erfolgreichsten Artenschutzprojekte aller Zeiten zählen kann, zeigen auch bei der Sicherung des asiatischen Sakerfalkenbestandes wieder die Falkner, wie man es richtig macht.
Ganz ohne großes Marketing und irgendwelche Publicity, wurde vor einigen Jahren unter Führung des ÖFB Ehrenmitgliedes Dr. NIck Fox OBE ein höchst erfolgreiches Projekt gestartet, zu dessen Kernmaßnahme die Errichtung von 5000 (!) Kunsthorsten in der mongolischen Steppe zählte.

Weiterlesen: Erhöhung des Sakerbestandes - Falkner organisieren weltgrößtes Kunsthorstprojekt in der Mongolei

ImageDas Wanderfalkenauswilderungsprojekt der ÖFB Landesgruppe Oberösterreich war ein voller Erfolg. Wie bereits berichtet wurden mit Hilfe der Firma Fixkraft mehrere Wanderfalken ausgewildert, um der Taubenplage rund um das Fabriksgelände des Futtermittelherstellers Herr zu werden.

Dank der hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit der LG Oberösterreich unter der Leitung von Kurt Strittl war die Reaktion der Presse durchwegs positiv.

Anbei ein kurzer Pressespiegel dieses  zukunftsweisenden Projektes.

Weiterlesen: Pressespiegel ÖFB Wanderfalkenprojekt

Sterbender Geier aufgrund von Diclofenac
Vergiftung (Bild: Yedra Bayana/RSPB)

Mit größter Bestürzung und Empörung mußte der Österreichische Falknerbund und die gesamte Falknergemeinschaft weltweit feststellen, daß die Europäische Union Diclofenac (ein nicht-steroides entzündungshemmendes Medikament) zur Verwendung in der Tiermedizin zugelassen hat!

Dieses Medikament hat extrem toxische Wirkung bei Geiern und verursacht bereits in geringsten Mengen den sofortigen Vergiftungstod von Geiern, die das Medikament indirekt beim Verzehr verendeter Weidetiere aufnehmen, die vorher mit Diclofenac behandelt wurden.

Die weit verbreitete Verwendung dieses Medikamentes durch Tierärzte ist für die Auslöschung von weit über 90% der gesamten südostasiatischen Geierpopulation verantwortlich! Über 40 Millionen Geier fielen diesem Medikament in den letzten Jahren zum Opfer. Der Verwendung von Diclofenac in als Tierarzneimittel wurde daraufhin in fast allen Ländern Südostasiens verboten (u.a. nach massivem Druck der Falknerorganisationen in den UAE). Aufgrund dieses Verbotes und einer gewaltigen Anstrengung von Forschern, Artenschutzorganisationen, Falknern und privaten Initiativen gibt es jetzt erste Anzeichen dafür, daß ein komplettes Aussterben einiger Geierarten möglicherweise gerade noch rechtzeitig verhindert werden könnte. Das falknerische Know-How in Sachen Greifvogelzucht und Auswilderung spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.

Trotz der Tatsache, daß es alternative und für Geier vollkommen ungefährliche Medikamente gibt, wurde die Verwendung von Diclofenac kürzlich von der EU auch für den Gebrauch bei Haustieren in Spanien (wo 80% der europäischen Geierpopulation leben) und im angrenzenden Italien autorisiert. Das Medikament ist jetzt praktisch in ganz Europa erhältlich! Die IAF - International Association for Falconry and Conservation of Birds of Prey - stellt in ihrer Protestnote zum Thema unter anderem fest: „[...] aufgrund eines technischen Dossiers von   SEO/BirdLife, RSPB und der Vulture Conservation Foundation, die Zulassung von Diclofenac ein Massensterben der charismatischen und ökologisch wertvollen Geier Europas auslösen wird.“

In Europa sind vier seltene Geierarten beheimatet, die  durch EU Recht streng geschützt sind. Der vom Aussterben bedrohte Schmutzgeier ist sogar auf der roten Liste der IUCN vertreten. Die Bestände von Gänsegeiern und Bartgeiern haben sich bekanntlich erst kürzlich und erst aufgrund von jahrzehntelangen Artenschutzprogrammen, die Millionen von Steuergeldern verschlungen haben, leicht erholt.

Es ist eine tragische Ironie bzw. um nicht zu sagen völlige Idiotie, daß diese Investitionen jetzt durch die EU Zulassung eines Medikaments zunichte gemacht werden, das beinahe für die Auslöschung des gesamten Geierbestandes in anderen Teilen der Welt verantwortlich ist! Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten haben neben der moralischen auch eine selbst auferlegte rechtliche Verpflichtung (EU Vogelschutzrichtline, EU Tierarzneimittelrecht) die Geierpopulationen zu schützen und jegliche ökologische Auswirkungen von Medikamenten zu verhindern.

Der ÖFB und die internationale Falknergemeinschaft fordern hiermit die österreichischen Gesundheitsbehörden auf, die Verwendung von Diclofenac als Tierarzneimittel sofort und bis auf weiteres zu verbieten und sich bei den zuständigen EU Behörden umgehend um ein diesbezügliches EU weites Verbot einzusetzen. Wir appellieren auch an die Veterinärbehörde im Gesundheitsministerium, Tierärzte und Veterinärorganisationen, dieses Verbot nicht nur zu unterstützen, sondern notfalls auch freiwillig umzusetzen.

 

 

Offizielle Presseaussendung des ÖFB zum Thema

 

www.save-vultures.org

 

Weiterführende Information:

http://www.birdlife.org/europe-and-central-asia/news/vulture-killing-drug-now-available-eu-market

http://www.rspb.org.uk/supporting/campaigns/vultures/diclofenac.aspx

http://save-vultures.org/index.html

 

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'Karma'


VERTRAUE DEINEM BEIZVOGEL, DEM INSTINKT UND SEINER NATUR und Du wirst Dich wundern, wie einmalig unser Schöpfer all diese Dinge eingerichtet hat!

Das Jahr 2006 wird als ausgesprochen strenger und schneereicher Winter in die Geschichte eingehen. Noch dazu wird dieses Jahr durch die sogenannte „VOGELGRIPPE“ überschattet.

Trotzdem begann ich schon relativ früh mit den Vorbereitungen für dieses Zuchtjahr. Bereits im März fing ich mit dem Stimulieren meines Beizhabichts an. Hin und wieder am Morgen, meistens aber am Abend oder an den Wochenenden auch zwischendurch. Nachdem ich die Beute übergeben habe, fand die Stimulation statt. Mitte April beginnen wir beide mit dem Horstbau. Ich baue ihn wie schon im Vorjahr wieder in der sogenannten Spitzhütte am Boden -ausgepolstert mit Moos, feinen Tannen und Lärchenzweigen. Geschützt wird meine Flugdrahtanlage durch einen Elektrozaun, der rund um meine Anlage gespannt wurde.
Am 25.4.2006 ist es dann soweit. Sie legt das erste Ei – zwei Tage früher als im Vorjahr. Nach zwei Tagen liegt das zweite Ei im Horst. Ab diesem Tag bebrütet mein Habicht die beiden Eier fest und nur mit kurzen Unterbrechungen. Sie wird von mir nach der Beuteübergabe noch regelmässig stimuliert.

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Nach tagelangem Tauziehen zwischen meinen Gefühlen, meiner Vernunft und dem Vertrauen in ein Lebewesen und dessen


Weiterlesen: Über die Freiheit meines Beizhabichts KARMA während der Brutphase


Falkentagebuch 15.07.2012


In der KW 28 hat sich Einiges beim  Auswilderungsprojekt von ÖFB und AVE getan. Die drei Wanderfalken waren mehrmals am Standort zu sehen, was wiederum mit ihrem natürlichen Habitat zu tun hat.

Zum ersten mal wurde der Wanderfalke von Marmaduke Tunstall, einem englischen Ornithologe und Sammler (1743; † 11. Oktober 1790), 1771 beschrieben. In Großbritannien ist die Vogelbeobachtung seit jeher ein populärer und weitverbreiteter Volkssport. Auch heute noch wird das „Bird Watching“ von vielen Menschen als Hobby betrieben. Bei einem internationalen Kolloquium zum Thema Wanderfalkenprojekte lernte ich vor Jahren einen Briten kennen der diesem Hobby sehr professionell, fast täglich nachging. Unbeschreiblich wie viel Zeit hier investiert wird um eine Populationserhebung mittels Beobachtung per Fernglas vorzunehmen.

Weiterlesen: FALKENTAGEBUCH (Wanderfalkenauswilderung AVE-ÖFB LG OÖ 2012 )

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Photo courtesy of: The Peregrine Fund


Für Interessierte an Großfalken, Hybrid-Züchter und im besonderen für Gegner der Hybrid-Zucht eine sehr interessante Lektüre.
Auf insgesamt 60 sehr großzügig abgefassten A4 Seiten, die bewusst einige Wiederholungen beinhalten, um die Schlussfolgerungen verständlicher zu machen, geht der Verfasser zuerst auf die Einteilung der Großfalken in zwei Arten ein. Auf der einen Seite die Wanderfalkenrassen, die Verfolgungsjäger im freien Luftraum sind, und auf der anderen Seite die Hierofalken, die dem bodennahen Raum als Jagdgebiet angepasst sind.
Alle Angaben sind gestützt auf die Erkenntnisse aus der Greifvogelforschung namhaft gemachter Autoren. In weiterer Folge wird auf die Gefahr von Arthybriden und Rassehybriden für frei lebende Populationen der Großfalken, unter Einbeziehung von Jagdverhalten und Verhalten bei der Fortpflanzung, sehr ausführlich eingegangen. Wobei es hier meiner Meinung nach dem Verfasser sehr gut gelingt, seine Schlussfolgerungen aus der Gesamtheit der angeführten neuesten Erkenntnisse zu ziehen.


Verfasser:    OSTR Dipl. Ing.Werner Leichtfuß
                    Dohkaule 30
                    D-53721 Siegburg



Bereits zum dritten Mal hat sich beim Zuchtprojekt von ÖFB Oberfalkner Roy Lupton Nachwuchs bei den Albidus Habichten eingestellt. Von den insgesamt 7 befruchteten Eiern der beiden wunderschönen 100% reinen weißen Albidus Weiber, sind alle Jungen erfolgreich geschlüpft.

Die Samenspender waren diesmal zwei nordische Habichtsterzel, die in den vergangenen Saisonen herausragende Jagdeigenschaften gezeigt haben. Das Resultat wird mit Sicherheit wieder eine interessante Kombination.

Weiterlesen: Interessanter Nachwuchs beim Albidus Projekt von OF Roy Lupton

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Fachgerechtes Einsetzen des Spekulums


Viele Faktoren spielen bei Zuchten von Menschenhand eine Rolle. Bei der Zusammenstellung der Vögel ist es wichtig zu wissen, ob es sich um abgetragene Vögel mit starker Prägung zum Menschen handelt oder um Tiere, die schon immer in der Voliere lebten. Geprägte Adler akzeptieren in den meisten Fällen ihre Artgenossen nicht:: sie balzen dann den Menschen an und sind ihren Partnern gegenüber sehr aggressiv.

Ich selbst habe 1975 einen derartigen Fall erlebt: Beide Adler zeigen am Block Balzverhalten - daher stellte ich die Vögel in einer 130 m² großen Voliere zusammen. Am ersten Tag flogen sie nur die Sitzstangen ab und machten einen sehr friedlichen Eindruck. Nach acht Tagen musste ich feststellen, dass ...


(langer und ausführlicher Artikel)

Weiterlesen: Steinadlerzucht von Menschenhand


Der Entsorgungsfachbetrieb AVE mit Sitz im oberösterreichischen Hörsching ist ein führendes Abfallentsorgungsunternehmen mit mehr als 20 Niederlassungen in ganz Österreich. Die Unternehmensgruppe tritt neben Österreich auch in der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, Italien, Ukraine, Moldawien und Rumänien auf.

An den verschiedenen Abfallverwertungsstandorten ist eine typische überdurchschnittlich hohe Taubenpopulation anzutreffen. Dadurch sieht sich das Unternehmen AVE veranlasst eine Gegenmaßnahme zu starten um die vorherrschende Schadvogelpopulation auf ein natürliches Mass zu senken.

Weiterlesen: Wanderfalkenauswilderung AVE-ÖFB LG OÖ 2012

Greifvogelpflegestationen haben Hochbetrieb!
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Außenparasitenbekämpfung durch Fachmann


Der Schutz unserer Greifvögel war und ist Falknern  immer schon eine Herzensangelegenheit!
Gerade in dieser Jahreszeit, wenn junge Greifvögel flügge werden, ist die Zahl verunglückter Jungvögel besonders hoch. Behördlich genehmigte Greifvogelpflegestationen, vor allem die unter erfahrener falknerischer Obhut, sind in Erster Hilfe, Pflege und Aufzucht besonders erfolgreich, denn nur das falknerische Spezialwissen ist Garant für eine erfolgreiche Auswilderung. Was nützt es, wenn ein junger Greifvogel gesund gepflegt wurde, aber kaum fliegen kann und so dem Hungertod preisgegeben ist.

Weiterlesen: Greifvogelpflegestationen

Steinadler der Unterart A. ch. daphanea der Steppenform. Ein typisches Merkmal aller daphanea daphanea Adler sind die unbefiederte Supraorbitalknochen über den Augen.
Es handelt sich um die zentralasiatische Unterart und gleichzeitig um die begehrteste in der Falknerei.

Die asiatischen Falkner unterscheiden von Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea fünf (!) verschiedene Formen. In meinem Steinadlerbuch schreibe ich von zwei dieser Formen, die wesentlich sind und in der Ornithologie so bekannt sind. Genau genommen trifft es aber zu, eine Einteilung in fünf Formen der Unterart Daphanea zu treffen. Manche unterscheiden sich nämlich in der Färbung und morphologisch ganz wesentlich von einander.

Weiterlesen: Steinadlerzucht und der Schwindel mit der Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea

Josef Hiebeler

Die künstliche Besamung von Greifvögel

Eine kurze Zusammenfassung über die Notwendigkeit bzw. eine Einführung in die künstliche Besamung in der Falknerei.

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Fachgerechte Insemination

 

Was bei Nutztieren schon seit den 50er Jahren zur Normalität gehörte, war für die Falknerei völliges Neuland. Vögel unterscheiden sich auch wesentlich vom Säugetier, da sie von den Reptilien abstammen und deshalb ihr Sperma bis heute nicht gelagert werden kann.

Über die Notwendigkeit der künstlichen Besamung muss ich ein wenig ausholen. Vor allem wurde sie ausgelöst aufgrund der neuen Gesetzgebung von Naturschutzbehörden in Europa wegen des starken Rückgangs der Greifvögel, insbesondere des Wanderfalken, der durch Einsatz gefährlicher Umweltgifte wie z. B. DDT, in manchen Gebieten völlig verschwunden war. Es ist naheliegend, dass in dieser Situation kein Verständnis für die Falknerei, bzw. der legalen Aushorstung von Greifvögeln zum Zwecke der Beizjagd bestand. In dieser prekären Situation schien das Aus für die Falknerei besiegelt.

Weiterlesen: Die künstliche Besamung von Greifvögel

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