Der Entsorgungsfachbetrieb AVE mit Sitz im oberösterreichischen Hörsching ist ein führendes Abfallentsorgungsunternehmen mit mehr als 20 Niederlassungen in ganz Österreich. Die Unternehmensgruppe tritt neben Österreich auch in der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, Italien, Ukraine, Moldawien und Rumänien auf.

An den verschiedenen Abfallverwertungsstandorten ist eine typische überdurchschnittlich hohe Taubenpopulation anzutreffen. Dadurch sieht sich das Unternehmen AVE veranlasst eine Gegenmaßnahme zu starten um die vorherrschende Schadvogelpopulation auf ein natürliches Mass zu senken.


Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber und führender Leitbetrieb in der Branche ist sich das Unternehmen AVE seiner Verantwortung gegenüber der Natur bewusst. Durch den Ansatz der Nachhaltigkeit getrieben und auf dem Grundsatz der Ökologie als Firmenwert basierend kam es 2011 zu den ersten Gesprächen zwischen dem Unternehmen AVE und der Landesgruppe Oberösterreich des Österreichischen Falknerbund.
Die Landesgruppe OÖ zeichnet sich als Kompetenzträger für solche Auswilderungen besonders aus da es bereits zwei Auswilderungsprojekte in der Vergangenheit erfolgreich realisiert hat.
2007 wurde erstmals mit dem Projektpartner Fixkraft Futtermittel im Ennser Industriehafen eine Wanderfalkenauswilderung durchgeführt die als nachhaltige ökologische Maßnahmen gegen die übernatürlich hohe Taubenpopulation gesehen wurde. Das Ziel war wie heute unter anderem die Vergrämung der Schadvogelpopulation zum Wohle einer natürlichen ausgeglichenen Vogelpopulation und ein aktiver Arbeitnehmerschutz, da eine weitreichende Gefährdung vom aggressiven Vogelkot auf die Arbeitnehmer ausgeht.
Zwei Jahre später kam es zu einer Kooperation mit dem Unternehmen Austrian Airlines am Standort Schwechat. Auch hier war die Landesgruppe OÖ Projektleiter und zeichnete für die erfolgreiche Umsetzung verantwortlich.

Die Startphase des Projektes war gezeichnet durch die intensive Vorbereitungsarbeit der Projektpartner. Seitens AVE wird die Kooperation von DI Andreas Freimund seitens der Landesgruppe OÖ des ÖFB von Kurt Strittl und Ing. Werner Mayr geleitet. Eine besondere Rolle spielt hier der Oberösterreichische Landesjagdverband der vertreten durch Mag. Christopher Böck, das Projekt bei Informationsveranstaltungen in der Kommunikation unterstützte. Einen besonderen Dank möchten wir dafür aussprechen!

Nach einer intensiven Vorbereitung kam es nun am 11.06.2012 zur Auswilderung von drei Mitteleuropäischen Wanderfalken am Standort Wels. Diese drei Vögel stammen aus österreichischer Zucht und wurden bis zur Auswilderung veterinärmedizinisch betreut. In einem nach internationalen Standards errichteten Falkenkobel wurden die Tiere eingenistet. Seitdem werden die Falken mehrmals täglich mit frischer artgerechter Nahrung gefüttert. Ein in und am Falkenkobel integriertes WebCam System erlaubt es den Projektpartner die Tiere über Internet rund um die Uhr zu beobachten. Ein Veterinär steht überdies für das Monitoring der Tiere zur Verfügung sodass etwaige Verletzungen schnell erkannt werden können.

Falls Sie mehr über die Aktivitäten bei diesem besonderen Projekt erfahren möchten, werfen Sie einen Blick in das  FALKENTAGEBUCH der AVE_ÖFB Wanderfalkenauswilderung 2012 und auf den ÖFB Youtube Videokanal.

Ing. Werner Mayr

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