Praktische Falknerei


Viele Adlerfalkner und solche die es gerne werden wollen, träumen von den unglaublichen Weiten der Steppen Asiens. Nur ganz wenige haben den weiten beschwerlichen Weg dorthin auf sich genommen und die Anzahl der westlichen Falkner, die über viele Monate bei den  Nomaden in Kasachstan und in den Ausläufern des Altai-Gebirges in die Lehre gegangen sind, lässt sich auf einer Hand abzählen.

Die uralte Kunst Wildfänge zu perfekten Jagdadlern abzutragen und Adlernestlinge zu Jagdgefährten ohne Agression zu formen, stammt bekanntlich aus den Steppengebieten rund um das Altai Gebirge und wird dort in entlegenen Gebieten, fernab von jeglichem Tourismus noch immer praktiziert. Die Kunst wird, wie zu Urzeiten, innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben und kann noch immer als die Wiege der Adlerfalknerei angesehen werden.

Weiterlesen: Zurück zum Ursprung: Ein Lehrjahr bei einem Adlerfalkner im Altaigebirge

von Mag. Christian Habich

Größenvergleich mit Marshall Scout Sender
Es hat zwar ein klein wenig länger gedauert als ursprünglich geplant, aber die Wartezeit scheint sich wirklich gelohnt zu haben - der neue Micro-Sender von Marshall hat bei den ersten Praxistests wirklich gut abgeschnitten.

Angeblich war es selbst für den weltbesten Hersteller von Falkner-Telemetrieanlagen gar nicht so einfach, sein eigenes Pflichtenheft für diesen Sender zu erfüllen: Wollte man doch bei hoher Reichweite eine in der Falknerpraxis halbwegs vertretbare Batteriedauer realisieren, was bei der (Miniatur-) Größe des Senders schon ein wenig nach Quadratur des Kreises anmutet. Im Größenvergleich hat der Sender ca. 1/3 der Größe des bekannten Marshall Scout Modells, auf welches im letzten Jahr ein ganze Anzahl von ÖFB Mitgliedern umgestiegen sind. Die Antenne ist ca. 50% dünner und ca. 2cm länger im Vergleich zum Scout Sender. Der Sender ist komplett aus anodisiertem Aluminium gefertigt bzw. CNC-gefräßt und über die perfekte Verarbeitungsqualität muß man bei diesem Hersteller sowieso keine Worte verlieren.

Weiterlesen: Was lange währt... Der neue Marshall Micro 433Mhz Sender

von FM Josef Hiebeler

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Lubor Engler & Josef Hiebeler

Vor ca. 17 Jahren hatten ein paar Enthusiasten, allen voran die Berufsfalkner Jaro Kanat und Anton Moravcik, die Idee, eine spezielle Fuchs- und Rehjagd zu veranstalten. Am Anfang waren es nur ein paar
Adlerleute, wobei der Hauptanteil der Jagdadler von den Rosenburger (NÖ) Berufsfalknern kam. Die Jagden fanden in der Gegend um Rimaska-Svoboda statt.

Bei der ersten Jagd, wo großzügig angestellt wurde, war auch Jürgen Färber mit seinem Jungadler dabei. Man stellte mit Lubor Engler und Josef hiebeler vor der Burg Spisky hrad etwa fünf Vögeln einen langen Schilfstreifen ab, den die Treiber durchstrichen. Jürgen und meine Wenigkeit hatten das Glück, oder auch das richtige Gespür, sich an dem idealen Platz aufzustellen, wo gleichzeitig auf meiner Seite ein Reh und
bei Jürgen ein Fuchs kam. Die Flüge waren gigantisch, das Reh flüchtete 300 Meter ins freie Feld, wo es vom Steinadler Astur perfekt geschlagen wurde. Der Fuchs wurde von Jürgens Jungadler geschlagen (es war der erste Fuchs des jungen Adlers). Am nächsten Tag wurde dann von meinem Steinadler Astur noch ein weiteres Reh geschlagen.

Weiterlesen: Die große Fuchsjagd in der Ostslowakei

Aufgrund der Nachfrage und des besonderen kultur- und jagdhistorischen Stellenwertes der Falknerei in Österreich hat sich ÖFB Falkenmeister Josef Hiebeler entschlossen, zusammen mit dem in Kärnten ansässigen Spezialisten für Jagdkurse - Arnold Grafschafter (www.jagdkurs.com),  einen Grund- bzw. Praxiskurs für die Falknerprüfung/Beizjagdprüfung anzubieten.

Das Team von Berufsfalknern um ÖFB Falkenmeister Josef Hiebeler zählt zu den Besten seines Faches und ist international anerkannt in Sachen Falknerei und Greifvogelkunde. Falknermeister Hiebeler wird bei der Ausbildung mit Sicherheit die höchsten Maßstäbe anlegen und wie bei allen Kursen von Arnold Grafschafter steht ganz besonders die Praxis im Vordergrund.

Die Grundausbildung und Teile der Praxiskurse finden auf Schloss Waldreichs im Greifvogelzentrum NÖ statt und werden für alle Teilnehmer mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.Spezialkurse werden speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten und finden z.T. auch in den Niederwildrevieren statt.

Falknerei ist ein sehr umfangreicher Teilbereich der Jagd und verlangt sehr viel Praxis und Erfahrung. Die Kursleiter haben sich deshalb entschlossen, aufbauend mit einem Grundkurs, folgende 3 falknereispezifische Kurse anzubieten:

 
  • Grundkurs zur Ablegung der Falknerprüfung
  • Praktische Falknerei
  • Spezialkurse (Adler, Habicht, Falke)

 

Weitere Information und Anmeldung unter  +43-676-77 22 433 (Hr. Grafschafter) oder auf  www.jagdkurs.com

von Walter H. Gnigler

Bei mehreren Habichten wurde in den letzten Wochen eine Infektion beobachtet, da nach wenigen Tagen zum Tod der Vögel führte.  Erste Symptome waren Mattigkeit, vermehrte Wasseraufnahme und leichte Koordinationsstörungen. In weiterer Folge verstärkten sich die Koordinationsstörungen so weit, dass die Vögel nicht mehr stehen konnten und selbständig kein Futter mehr aufnehmen konnten. Der Tod trat nach 3 bis 8 Tagen ein.

Auf Grund des Ausschlusses anderer Ursachen, ist anzunehmen, dass es sich hier um Infektionen mit dem West-Nile-Virus handelt.


Weiterlesen: West-Nile-Virus in Oesterreich?

von Robert Bagley (Übersetzung Mag. Christian Habich)

Der größte Vogel der amerikanischen Grouse-Familie wurde erstmals in den 70er Jahren aktiv mit Falken gebeizt. Seit dieser Zeit haben die Erfahrungen der Falkner viel zum Verständnis über die Lebensgewohnheiten und die Verhaltensmuster über dieses außergewöhnliche Beutewild gesammelt und beigetragen. Eine steigende Anzahl von Falknern zieht die Beize auf Sage Grouse jedem anderen falknerischen Beutewild vor und erkennt die Sage Grouse auch als eine der größten Herausforderungen der Beizjagd an. Sage Grouse leben in den weiten offenen und menschenleeren Gebieten des amerikanischen Kontinents. Sie laufen so gut wie niemals aus und halten einen Point, um dann plötzlich und unerwartet mit Höchstgeschwindigkeit aufzusteigen. Wenn sie fliegen, fliegen sie nicht in Richtung nächste Deckung sondern gleich in Richtung Horizont, ohne wieder irgendwo einzufallen. Im September werden sie von unseren Falknern noch als relativ leichte Beute für junge Falken angesehen, was

Weiterlesen: Sage Grouse Beize im amerikanischen Westen

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von Sergej Pavlovich Prokopenko & Martin Knörr



Die Ukraine gilt an sich als falknerische Terra incognita, obwohl sie weniger als tausend Kilometer von München oder sechshundert Kilometer von Wien entfernt liegt. Protagonisten der Mitteleuropäischen Falknerwelt wie Christian de Coune oder Eckhardt Schormair haben sie schon besucht, wo bleibt aber der Mainstream-Falkner? Lockt doch die Südukraine mit ihrer wilden Steppe, weiten Feldern und einer beachtlichen Niederwildstrecke: Rebhühner, Fasane, Hasen, Enten und im Winter Gänse, auch Gross- und Zwergtrappen kommen vor, die aber aus Schutzgründen nicht bejagt werden.
Mitte August 2007 hatten wir das Vergnügen, auf der Kertschhalbinsel (befindet sich zwischen zwei Meeren, dem Schwarzen und dem Asowschen Meer) zu beizen. Mit zwei Autos erreichten wir unser Beizgelände, das sich rund 50 km südwestlich von der Stadt Kertsch befindet. Die Halbinsel ist geprägt durch wenige extensiv bewirtschaftete Felder und noch weniger Windschutzhecken, aber vor allem durch wilde Steppe. Reiner Horizont, die absolute Abwesenheit von Menschen und das Fehlen von Hochspannungsleitungen oder Zäunen ermöglicht eine Beizjagd ohne Sorge um die mitgebrachten Vögel.

Weiterlesen: Beizjagd auf der Krim (Ukraine)


Auf unsere Anfrage hin, hat sich der ÖFB Freund, bekannte Falkner & Naturfotograph und NAFA Canada Director Mark Willams aus Calgary bereit erklärt, das Bildertagebuch über seinen neuen Gerfalken Terzel mit den österreichischen Falknern zu teilen.

In den nächsten Wochen und Monaten haben wir das Privileg, den Prägungsprozess und den Werdegang seines Gerfalken-Terzels zum Anwarterfalken mitzuverfolgen. Mark legt großen Wert auf die Feststellung, daß er  hier keinesfalls als Lehrmeister gesehen oder dergleichen verstanden werden will, sondern vielmehr als einfacher Falkner, der seine Erfahrungen mit diesem Beizvogel gerne mit seinen österreichischen Freunden teilt.

Der ÖFB bedankt sich an dieser Stelle bereits jetzt schon für diesen wunderbaren Beitrag zu unserer Homepage.

Das Tagebuch finden Sie unter 'Mark's Ger-Tagebuch' oder ganz einfach durch Klick auf dieses Bild.

 

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Am Wegesrand: Ein Geier ist bereits tot.


von Mag. Christian Habich

 Für viele Greifvogel-Liebhaber und Falkner hierzulande völlig unbemerkt, spielt sich seit einigen Jahren in Indien, Nepal und Pakistan ein Tragödie großen Ausmaßes ab. Der Bestand des Weißrückengeiers (Gyps bengalesis, G. tenuirostris, G. indicus eines nahen Verwandten des Gänsegeiers) ist in den letzten Jahren um mehr als 97 % (!) zurückgegangen – die Geier sterben dahin wie die sprichwörtlichen Fliegen.
Hauptverursacher des Massensterbens ist das aus der Humanmedizin stammende entzündungshemmende Mittel Diclofenac, das seit den 90er Jahren in Indien, Pakistan und Nepal auch in der Tiermedizin eingesetzt wird – vor allem bei Rindern, die an Fieber und Entzündungen aller Art erkranken. Rinder sind in diesen Ländern wichtige Arbeitstiere, gegessen wird Rindfleisch kaum. Verenden nun Rinder, die mit Diclofenac behandelt wurden, werden ihre Kadaver von Geiern entsorgt, die den für sie toxischen Wirkstoff aufnehmen. Die Tiere leiden in kürzester Zeit an gichtähnlichen  Symptome und sterben schließlich an Nierenversagen. 

Weiterlesen: Der Weißrückengeier droht auszusterben!

Ger-Terzel 'Mulligan' (links) im Alter von 10 Tagenvon Mark Williams, Calgary

Für viele Falkner ist die Idee eines menschengeprägten Vogels ('Imprint') nicht besonders attraktiv - aus gutem Grund. Obwohl ich mit Sicherheit kein Experte darin bin, habe ich im Laufe der Jahre mehrere Beizvögel (hauptsächlich Ger Hybriden) menschengeprägt und von den besten Falknern in diesem Fach gelernt. Abgesehen von speziellen für Zuchtzwecke geprägten Falken, sehe ich persönlich keinen besonderen Wert in Imprints anderer Falkenspezies wie z.B. Wanderfalken - ausgenommen eben den Gerfalken.

Weiterlesen: "Mulligan" - Mein zweiter Ger-Terzel

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von  Walter Sprecher

Da ich es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft habe einen Wanderfalken auf Krähen einzufliegen, wollte ich es mit einem Habicht versuchen. Nicht, weil ich keine Zeit hatte, sondern weil ich es einfach nicht fertiggebracht habe ein Wanderfalkenweib einzujagen, das regelmässig Krähen fängt. Manchmal wusste ich nicht mehr sicher, ob ich für die Beizjagd tauglich bin. Aber wenn ich etwas anfange, mache ich keine halben Sachen. Ich gebe also nicht auf. Ich hatte ja zwischendurch auch kleine Erfolge. Jemand hat einmal gesagt: „Die Falknerei ist eine Kunst, darum kann es nicht jeder!“
 

Weiterlesen: Ärger und Freuden mit dem Habicht

Der neue Digital Field Marshall
Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit hatte das Paradeunternehmen in Sachen Telemetrie, die US amerikanische Firma Marshall Radio, ihren neuen digitalen Telemetrie Empfänger 2007 fertiggestellt. Bereits die Tests der Prototypen während der Entwicklungsphase durch amerikanische Falkner waren äußerst vielversprechend. Das fertige Produkt mit seiner modernen Technik, Leistung, Verläßlichkeit und Ergonomie wurde letztes Jahr als Meilenstein in der Telemetrie vielfach (auch von bekannt kritischen Falknern) bewundert. Mittlerweile ist das amerikanische Modell ein Verkaufsschlager geworden.

Weiterlesen: Endlich! Digitaler Telemetrie Empfänger von Marshall in 433mhz

von Kurt Fessler

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Wanderfalke 'GPS'


Im Frühjahr ist für einige Falkner Neuorientierung und so mancher setzt sich mit dem Gedanken auseinander, sich einen Krähenfalken aufzustellen. Es gibt Vor- und Nachteile, die nach den eigenen Möglichkeiten abzuwägen sind. Ich spreche hier von der Krähenjagd mit einem Falken. Fünf grundlegende Elemente sind für diese Art der Falknerei erforderlich:

·1 Genügend Krähen
·2 Offenes Gelände  mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen
·3 Mehrere Reviere, die mit dem Falken bejagt werden können
·4 Drei Jagdeinsätze in der Woche, auch im Winter
·5 Einen Falken mit Herz, der die Krähen auch liebt

Der Falkner oder die Falknerin, die diese Kriterien erfüllen kann, wird mit der Krähenjagd Flüge erleben, die den Falken fordern und Strecken, die fast keine andere Beizjagd hervorbringt. Durch regelmäßige Erfolge werden die Falken derart motiviert, dass sie in höchster Kondition geflogen werden können. Das Flugvermögen von Krähenfalken die 4-6 Monate auf den Schwingen sind, ist enorm, wenn sie in dieser Zeitspanne zwischen 50- 100 Krähen fangen.

Weiterlesen: Das erste Jahr eines Wanderfalken, der auf Krähen eingesetzt wurde

Steinadler der Unterart A. ch. daphanea der Steppenform. Ein typisches Merkmal aller daphanea daphanea Adler sind die unbefiederte Supraorbitalknochen über den Augen.
Es handelt sich um die zentralasiatische Unterart und gleichzeitig um die begehrteste in der Falknerei.

Die asiatischen Falkner unterscheiden von Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea fünf (!) verschiedene Formen. In meinem Steinadlerbuch schreibe ich von zwei dieser Formen, die wesentlich sind und in der Ornithologie so bekannt sind. Genau genommen trifft es aber zu, eine Einteilung in fünf Formen der Unterart Daphanea zu treffen. Manche unterscheiden sich nämlich in der Färbung und morphologisch ganz wesentlich von einander.

Weiterlesen: Steinadlerzucht und der Schwindel mit der Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea

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Die Idee mit der Falknerei begleitete mich schon seit früher Kindheit. Als ich noch in der Schweiz lebte, hatte ich das Glück Fredy kennen zu lernen. Er weihte mich in die Passion der Beizjagd ein und ich begleitete ihn mehrmals auf Krähen- Beizjagd. Durch das Angebot in Tansania ein Geschäft aufbauen zu können kam auch das Thema Beizjagd ins Gespräch. Bisher hatte ich noch nie einen Greifvogel abgerichtet, mein Umfeld erlaubte es mir nicht. Doch in Tansania müsste es doch gehen.
Mit Fredy besprachen wir die verschiedenen Möglichkeiten. Erst mal hingehen, dann erst Pläne schmieden. Im April 1994 flog ich zum ersten Mal nach Arusha. Land war genügend da und bald schon stand die erste Voliere. Aufgrund der vielen Tieren: Mungos, Ginsterkatzen, Schakale, Schlangen, verwilderte Hunde, etc. musste die Voliere engmaschig und 100 % sicher sein. Beute war viel da. Tauben in Massen, Frankoline, Perlhühner, Hasen, kleine Trappen und von Allem reichlich. In der Zwischenzeit besorgte Fredy sich einen Wanderfalken Terzel und flog ihn auf Tauben ein. Die Cites Dokumente waren schnell besorgt. Bis zum kurz vor dem Abflug wusste Fredy jedoch nicht, ob die Fluggesellschaft KLM überhaupt den Vogel mitnimmt. Im letzten Moment klappte es doch noch. Der Pilot rief Fredy ins

Weiterlesen: Auf Beizjagd mit einem afrikanischem Habichtsadler in Tansania

Gewöhnung an den Morgenstau ...von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

Anmerkung: Den ersten Teil dieses Artikels finden Sie hier.

Ich hoffe, daß der erste Teil meines Artikels den österreichischen Falknern gefallen hat und der nächste Teil bereits 'erwartet' wird.

Normalerweise ziehe ich meine Sperber die ersten 8-10 Tage von Hand auf, dann erwarte ich, daß die Falkner die Vögel bereits abholen. Ich belasse immer ein Sperberjunges (meist einen Sprinz) im Nest damit es von den Eltern aufgezogen wird. Damit habe ich ein weit besseres 'Gewissen', als ihnen alle Jungvögel wegzunehmen und sie quasi ganz ohne 'Aufgabe' zu lassen.
Normalerweise stelle ich Falknern keine elternaufgezogenen Sperber zur Verfügung, da ich dies für zu aufwendig und problematisch erachte - Gefiederschäden sind dabei fast immer vorprogrammiert.

Weiterlesen: Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil II

Am 10.12 war wieder ein Stehtag.
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Am 11.12 warf ich meinen Falken auf einen kleinen Schwarm Krähen. Hally barry griff sofort an und machte einige Stöße auf eine einzelne Krähe, die sich aber in eine Deckung retten konnte. Die anderen Krähen sammelten sich inzwischen in einer kleinen Baumgruppe. Mein Falke erblickte dies und jagte sofort dorthin und begann anzuwarten. Ich eilte mit meinen Auto ebenfalls dorthin, was ohne Allrad bei diesen weichen Feldwegen nicht möglich gewesen wäre. Als ich ausstieg, um die Krähen herauszuscheuchen, sah ich meinen Falken schon nach einer stoßen.
Diese versuchte sich bei einen Bauernhof im Stall zu verstecken. Ich wusste nicht, dass dies ein Biohof für Hühnereier war. Als ich meinen Falken nicht mehr sah, fuhr ich dorthin. Es hatte sich das ereignet was ich befürchtete. Mein Falke war im Stall, der Bauer vor dem Stall. Ich eilte zu ihm, um ihn zu fragen, ob er meinen Falken gesehen hätte. Der sagte nur, es muss etwas im Stall sein (wahrscheinlich ein Fuchs). Ich bat ihn, nachzusehen, ob nicht doch mein Falke drinnen sei. Nach kurzer Zeit kam er heraus und sagte, dass ein Vogel drinnen sitze. Ich ging hinein und sah Hally barry auf einem Vorsprung einer Wand sitzen. In diesem Stall befanden ca. 2000 Hühner. Man kann sich vorstellen, was das für ein Tubel war. Mein Falke hatte weder ein Huhn noch die Krähe gefangen, sondern war ganz verdutz und erschrocken. Er reagierte bei diesen schlechten Lichtverhältnissen auch nicht auf die Faust oder das Federspiel, sondern flog einige Runden in diesem Stall, was das Hühnervolk noch mehr erschreckte.


Weiterlesen: Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 2

von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

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Ein Sperber, eine Woche, 30 Elstern ...


Vor einiger Zeit hat mich mein guter Freund Christian Habich gebeten, doch einmal einen Artikel über Zucht und Abtragen von Sperbern zu schreiben.

Ich züchte und beize jetzt seit über 27 Jahren mit Sperbern und habe bereits im zarten Alter von 12 Jahren meinen ersten Sperber abgetragen. In der 'guten alten Zeit' war es bei uns in England für einen Jungen nicht ungewöhnlich, in der Natur eine Sammlung von Vogeleiern zu haben und  bei mir war es auch nicht anders. Ich war begeistert über mein erstes Sperberküken, nachdem ich dessen Nest anfänglich für das eines Eichelhähers gehalten hatte.

Weiterlesen: Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil I

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Nachdem ich meinen eigenen jungen weißen Habicht dieses Jahr, nach der Tagung des österreichischen Falknerbundes, verloren habe – er ist eine Woche danach an Aspergillose verstorben – war ich wie sich wohl jeder Falkner denken kann total niedergeschlagen und wollte die Falknerei eigentlich aufgeben. War dies ja nicht das einzige Unglück für mich in diesem Jahr.

Lisi auf 'ihrer' Krähe

Im Frühjahr hatte ein Marder mein dreijähriges Finnenweib samt Ei aus der Voliere geholt und obwohl ich weder Federn noch Kampfspuren entdecken konnte hab ich nie wieder etwas von dem Vogel gehört oder gesehen.
In dieser tiefsten Falknerdepression bot mir nun ein Falknerkollege und Freund seinen auf Krähen abgetragenen Habicht an und meinte: „Wende willsch kannst den Vogel eine Zeit lang haben und die Krähenjagd versuchen, der Vogel hat zwar seit über einem Jahr keine Krähe mehr gefangen aber probiers einfach.“
Gesagt getan. Mitte November überlies mir besagter Kollege den Vogel und nach einer einwöchigen Gewöhnungsphase ging es dann das erste Mal auf Jagd, Gewicht 880 g.

Weiterlesen: 'Lisi' der Leihhabicht

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'Kaltes Huhn'


Die tiefenTemperaturen bei uns dauern weiterhin an. Heute morgen war ich beizen und obwohl es -31 Celsius hatte, wehte nur ein leichter Wind, was die Temperaturen für alle Beteiligten (Hunde & Falken) etwas erträglicher machte.Beide Falken flogen überraschenderweise gut und wenn man die Umstände berücksichtigt, litten die Hunde unter Kälte nicht ganz so sehr. Es spricht wirklich einiges für leichteren Wind bei diesen Temperaturen - ohne Wind-chill lebt sich's einfach etwas angenehmer....

 

Weiterlesen: Ein Email aus Alberta/Kanada

von FM Florian Zlimnig
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Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich meinen Wanderfalken namens Hally barry Ende Juni aus der Voliere genommen habe und sie in Kondition gebracht habe.


In weiterer Folge flog ich sie bis 25. August 2007 und beizte mit ihr 25 Stück Krähen, stellte sie dann aufgrund von zu viel Deckung und schlechter Chancen wieder in die Voliere und ließ sie durchmausern. Dieser Falke wurde im Jahr 2002 geboren und hat in seiner Laufbahn ca. 200 Stück Krähen und an die 50 Fasane und Rebhühner gefangen, da er die ersten zwei Jahre auch als Anwarterfalke geflogen wurde.

Am 10. November 2007 nahm ich sie neuerlich aus der Voliere, legte das Geschüh an, verkappte und wog sie. Ich staunte nicht schlecht, als sie 1250g auf die Waage brachte. Nun hieß es, diesen Falken in Kondition zu bringen.

Weiterlesen: Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 1

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Friedrich II. bei der Beizjagd


Die Beizjagd ist eine der ältesten Jagdarten überhaupt. Sie wird in fast allen Ländern Europas und vielen Ländern der Welt in ihrer ursprünglichen Form ausgeübt.Sie ist eine besonders naturgetreue und damit ökologische Jagd, weil sie unter der Regie des Menschen genauso abläuft wie die Jagd wilder Greifvögel. Beutegreifer und Beutetier haben dieselbe Chancengleichheit wie in der Natur. Das Abtragen (= Abrichten) des Beizvogels ist keine Dressur und kann niemals durch Strafen oder Zwangsmaßnahmen erfolgen. Entscheidend ist das Lernen am Erfolg.Wichtigste Voraussetzung ist es, ein Vertrauensverhältnis zwischen Beizvogel und Falkner zu schaffen.

In der modernen Falknereiist man bestrebt einen optimal ernährten und trainierten Beizvogel einzusetzen, der seinen Artgenossen in der Natur gleichkommt. Ziel der Beizjagd ist das harmonische Zusammenspiel von Beizvogel, Falkner und Hund. Während der Hund das Wild zu suchen und aufzustöbern oder vorzustehen hat, ist es am Falkner, seinen Beizvogel in eine günstige Jagdposition zu bringen. Den weiteren Verlauf der Jagd bestimmen Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer von Beutegreifer und Beute. Der Beizjäger nimmt an einem echten und unverfälschten Naturerlebnis teil und wird in ursprüngliche Naturvorgänge aktiv eingebunden. In diesem Zurückkehren in die Natur liegt tatsächlich die eigentliche Faszination der Beizjagd.

 

Im folgenden Bereich unserer Webseite veröffentlichen wir interessante Artikel, Erlebnisse und Erfahrungen zum Thema Beizjagd.

 

 

 

UNESCO Kulturerbe!

Paris, 5.12.2012 12:02h

UNESCO nimmt auch die österreichische Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

 

Zoo Schönbrunn mußte alle Pelikane einschläfern

Nachdem die ganze Kolonie der Krauskopfpelikane mit dem Vogelgrippe Virus H5-N8 infiziert war, mußte der Zoo die gesamte Kolonie einschläfern.

Wir sind tief betroffen und können nachempfinden, was dies auch für das Personal des Zoos bedeuten muß.

Wie bereits auch in unserem Newsletter, möchten wir nachdrücklich alle Falkner um entsprechende Unterbringung ihrer Vögel ersuchen.

International Journal of Falconry 2014

Die Ausgabe 2014 der bekannten IAF Zeitschrift wird demnächst erscheinen.

Zur Vorabbestellung und Abonnements kommen Sie direkt durch Klick auf das Bild.

 

Jäger vereint gegen Wildkriminalität

Die Jäger der Welt treffen sich am 24. April 2014 in Mailand, Italien, im Rahmen der 61. Generalversammlung des CIC zu einem historischen Welt-Gipfeltreffen mit dem Titel: “Jäger vereint gegen Wildkriminalität

 

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