Die Eröffnungszeremonie der 64. Generalversammlung wurde von „Trompe de Chasse“ – Bläsern begleitet, die einem Gänsehaut verliehen. Ein primäres Ziel der Veranstaltung war die Vermittlung, wie wichtig die Erhaltung der Jagd in Afrika aber auch in Asien ist. Die Großwild- und Trophäenjagd wird von der Öffentlichkeit stark kritisiert. Allerdings wird ein wichtiger Aspekt bei derartigen Kritiken nicht beachtet. Diese Jagdreisen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und auch ein finanzierter Artenschutz für Afrika, Asien etc.
Warum? Da diese Trophäenjagden oft mit hohen monetären Abgeltungen verbunden sind, werden diese Tiere im jeweiligen Land enorm gehegt und geschützt. Gejagt wurden diese Tiere früher vermehrt durch die einheimische Bevölkerung zur Fleischgewinnung. Durch die vermehrten Jagdreisen ist es so, dass die Trophäen an ausländische Jagdgäste teuer verkauft werden, das Fleisch (Wildbret) bleibt natürlich im Land und wird von der einheimischen Bevölkerung verwertet. Eine Win-Win-Situation nicht nur für Jagdgast und einheimische Bevölkerung. Wie ein Beispiel zeigt, haben Jagdreisen viel weiter reichende Auswirkungen: In Tadschikistan werden die Bestände der Marco-Polo-Schafe und Schraubenziegen (asiatische Wildarten) mittlerweile so von den Einheimischen gehegt, dass sogar der Schneeleopard davon profitiert. Denn die Geburtenrate bei den genannten Wildarten stieg und die Schneeleoparden haben daher mehr Jungtiere (Lämmer und Kitze) erbeuten können. Somit stieg auch der Bestand der Schneeleoparden. Denn wie wir alle wissen, die Beute bestimmt die Anzahl der Prädatoren. Auch unsere Kollegin Elisabeth Leix vom Deutschen Falkenorden (DFO) hielt einen tollen Vortrag über die Möglichkeiten, wie Falknerei ein positives Bild für die Jagd schaffen kann und Kindern näher gebracht wird. In Deutschland ist die Präsentation von Greifvögeln ja – im Gegensatz zu Österreich – noch mit weniger bürokratischen und rechtlichen Hürden verbunden. Wir gratulieren Frau Leix zu der gelungenen Präsentation der Falknerei und der vielen Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Bayrische Bürgerallianz wurde von Frau Leix vorgestellt. Ein loser Zusammenschluss von Interessensgruppen, der seinesgleichen sucht und ein großartiges Beispiel ist, wie stark kleine Vereinigungen werden, wenn sie einen Schulterschluss wagen. Ein großer Dank gilt Herrn Dr. Harmer für die gelungene Organisation der Österreichischen Delegation.

Der Österreichische Falknerbund möchte in Zukunft bei den CIC-Veranstaltungen wieder vermehrt präsent sein, die internationale Ausrichtung hin zur Jägerschaft war uns schon immer ein großes Anliegen und wir freuen uns schon auf die nächste CIC-Generalversammlung.